#108 Solopartie … Saboteur – Das Duell

Saboteur - Das Duell
Neee. ich bin nicht schizophren, ich spiele keine Duelle gegen mich selbst. Aber ein Duell-Spiel mit einer Solo-Variante, musste ich mir anschauen. Vorab muss ich auch sagen, dass ich das Spiel nicht mit seiner Vorlage Saboteur vergleichen kann; das habe ich nämlich noch nie gespielt.

Das Solospiel wird nach Vorlage mit sechs Zielkarten und den nötigen Abständen zueinander aufgebaut. Dann werden die Aktionskarten und Wegkarten gemischt, wovon zehn Karten aus dem Spiel, für diese Runde, entfernt werden, und der Spieler bekommt sechs Handkarten ausgeteilt. Zudem besitzt er noch sechs Zwergenmarker um Goldfunde zu markieren, oder Trolle zu bestechen.

In den Karten sind Sabotagekarten, die im Duell-Modus gegen den anderen Spieler ausgespielt werden. Sollte der Spieler eine solche auf die Hand bekommen, muss er sie direkt vor sich ausspielen. Ab diesem Moment, darf er keine Karten mehr als Wegkarten ausspielen, bis die Sabotagekarte entfernt wurde. Dies kann er mit grünen Gegenkarten, die das selbe Symbol tragen, oder er wirft zwei beliebige Karten ab, und zieht nur eine nach. Dadurch verringert sich die Anzahl seiner Handkarten um eins, für den Rest der Runde.

Saboteur - Das Duell

Ziel ist es, die Startkarte mit den sechs Zielkarten zu verbinden, die zu Beginn verdeckt daliegen. Auf dem Weg dorthin müssen Türen geöffnet, ggf. Trolle bestochen und Steinschläge überwunden werden. Findet der Spieler ein Goldvorkommen, markiert er es mit einem Zwergenmarker. Das gleiche gilt für einen Troll, der bestochen werden muss.
Sind alle Zwergenmarker verteilt, oder alle Zielkarten aufgedeckt, oder der Nachziehstapel aufgebraucht, endet die Runde. Alle Karten mit Goldvorkommen, die von der Startkarte aus erreicht werden können, und mit Markern markiert wurden, werden in den Vorrat genommen. Und die zweite der drei Spielrunden wird aufgebaut. Dazu werden die zehn Karten wieder reingemischt, und zehn Andere aus dem Spiel genommen. Analog in Runde drei. Am Ende werden die gesammelten Goldmünzen gezählt, und je nach Ergebnis kann man mit einem Grinsen das Spiel aufräumen, oder es nochmal versuchen.

Saboteur - Das Duell

Fazit zu Saboteur – Das Duell

Empfehlung

Wir haben das Spiel einmal im Duell-Modus gespielt, und das hat uns gar nicht gefallen. Es war zu gemein für uns Kuschelbären. Kein Fehler des Spieles, nur nicht unser Ding. Gut, aber nun zum Solo-Spiel. Anfangs hatte ich ein echtes Problem damit, dass diese zehn Karten, die jede Runde herausgenommen wurden, das Spiel komplett über den Haufen werfen können, denn wenn dort alle guten Aktionskarten enthalten sind, hat man ein echt hartes Zwergenleben, und der Highscore ist unschaffbar. Und diese Punktzahl ist das, was mich Anfangs angetrieben hat.
Nach und nach habe ich aber gemerkt, dass es sich über drei Spielrunden doch relativ gut verteilt. Mal habe ich eine schlechte Runde, und mal läuft es wie am Fließband.

Ich mag Saboteur – Das Duell als Solospiel gerne. Es ist simpel, und schnell gespielt. Sogar der Aufbau geht recht rasch. Am Rand der Anleitung ist ein Maßstab, den ich Anfangs übersehen hatte, und ich ein bisschen genervt war vom Aufbau. Mir gefällt das Glücksspiel, die Gänge zu legen. Man fragt sich jedes Mal, verbaue ich mir dadurch vielleicht einen Weg. Auch spannend, wie oft man durch Abwerfen von zwei Handkarten eine Sabotage entfernt, mit wie wenig Handkarten komme ich aus? jede Runde spielt sich auch ein wenig anders, da die Karten in verschiedener Reihenfolge erscheinen, eventuell gar nicht im Deck sind, oder die Zielkarten, die durchaus auch Nieten sein können, unnötig Zeit verpulvern.

Eine Kleinigkeit sollte man beachten, das Spiel braucht doch eine relativ breite Fläche, was man vielleicht Anfangs nicht erwarten würde. Es ist auch kein Meilenstein der Spielgeschichten, aber das Spiel bringt mir jedenfalls was ich davon erwarte: Kurzweilige Unterhaltung in einem portablen Format. Nehme ich gerne mal mit, wenn ich weiß, ich hab nen Tisch zum Spielen.

Saboteur - Das Duell

Credits

Amigo
Author: Fréderic Moyersoen
Grafik: Andrea Boekhoff
1-2 Spieler
ab 8 Jahre
ca. 30 Minuten

Preis

ca. 8€ (Stand August 2017)

Ich bedanke mich bei Amigo für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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