#110 Papa spricht über … Spiele Comics

Spiele Comics
Ich muss sagen, ich habe sie fast vergessen, die Solo-Abenteuerbücher von damals. Was habe ich sie geliebt. Ob es nun Einsamer Wolf war, oder die vielen Soloabenteuerbücher aus dem Rollenspiel: Das schwarze Auge. Ich habe viel Taschengeld für das Zeug ausgegeben. Über die Jahre, sind sie verschollen, und leider auch vergessen worden. Das hat Blue Orange Games, 2016 in Essen, wieder hervorgerufen, und Pegasus nun auch auf deutsch umgesetzt. Zwei dieser Spiele Comics sind bereits erschienen. Sherlock Holmes, die vier Fälle und Ritter, wie alles begann.

Dies wird eine Rezension, in der ich mich sehr knapp halten werde, um den Inhalt der Bücher nicht vorweg zu nehmen, denn teilweise, einmal durchgespielt, muss man sie eine Weile bei Seite legen, um den selben Spielspaß nochmals zu haben.

Sherlock Holmes – die vier Fälle

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Das Buch beginnt mit einem kurzen Intro, das in die Mechanik des Buches einführt, und im ersten Fall endet: Die Katze von Baker Street. Ist dieser Fall gelöst, können die anderen Fälle in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass man wählen muss, ob man als Sherlock ermittelt, oder als Watson. Damit kann der Schwierigkeitsgrad etwas angepasst werden, denn bei Verhören oder Gesprächen kann Watson eine Frage mehr stellen.
Währen der Abenteuer findet man Gegenstände, die notiert werden müssen, und auch die Lösung der Fälle erfährt man erst, nach dem Lösen aller vier Fälle. Zudem muss der Leser sehr aufmerksam sein, denn es sind immer wieder Hinweise versteckt, Kleinigkeiten, die einem gerne mal entgehen, aber notwendig sind, den Fall zu lösen.
Wie in jedem gutem Sherlock Holmes Fall, wird der Meister persönlich, ganz am Ende, eine Auflösung aller Fälle, und was tatsächlich geschehen ist, geben.
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Ritter – Wie alles begann


Im zweiten Comic, Ritter, haben drei Jungs die Schnauze voll von der harten Feldarbeit und dem drögen Leben auf dem Land. Die Entscheidung ist gefallen, sie wollen Ritter werden. Dazu muss die Schulbank in der Ritterschule gedrückt werden. Dort bekommst du eine Aufgabe, Bändchen der Beherztheit zu sammeln. Und wer nach Ablauf von fünf Tagen eine gewisse Anzahl gesammelt hat, wird mit der Ritterehre bedacht. Der Spieler muss sich einen der drei Brüder aussuchen und die Eigenschaften auf einem Abenteuerbogen eintragen. Dann geht die Reise los. Es müssen Rätsel gelöst werden, Entscheidungen getroffen werden und es gibt sogar …. ne verrate ich nicht. Ritterzeugs eben.
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Fazit zu den Spiele Comics

Mir haben beide Comics gut gefallen. Allerdings fand ich Ritter um Längen besser, als Sherlock Holmes. In Sherlock Holmen wird man mehr durch die Geschichte geleitet, und arbeitet die Stories eben ab, und muss einige Rätsel lösen, die nicht immer offensichtlich sind. Ich hatte öfter Momente, wo ich mich fragte: hab ich was übersehen? Und was zwar nötig war, aber mir überhaupt nicht gefallen wollte: Ich musste erst alle Fälle lösen, um zu erfahren, ob ich richtig lag. Mäh…

Beide Bücher verpflichten fast, das Buch am Stück durchzuspielen, denn ich kann mir nicht alles merken, und man weiß nicht, was man später vielleicht nochmal brauchen kann. Und einfach zurückblättern, geht eben auch nicht. Man müsste sich Savepoints aufschreiben, um später nochmal zurück zu gehen. Apropos aufschreiben…. Ich schreibe nicht in Bücher. Das ist ganz frühe Erziehung.
Für Ritter gibt es eine Lösung… der Charakterbogen kann auf der Pegasus Seite ausgedruckt werden. Für Sherlock musste ein Zettel herhalten. Mich hat es hier kalt erwischt, da ich das Buch auf einer längeren Zugfahrt lesen wollte, und weder Stift noch Papier hatte.

Ritter erinnert mich einfach mehr an die vergangenen Solo-Abenteuer, man stirbt oft, und beginnt von vorne. Ich habe es mehrfach gespielt, und immer wieder mal nen anderen Weg genommen, und immer etwas Neues entdeckt. Ich bin sicher, da ist noch mehr. Dies fehlte mir in Sherlock Holmes. Hier würde es auch wenig Sinn machen, es nochmal zu spielen, da man die Auflösung kennt.

In Ritter ist es erlaubt, Dinge aufzuheben. Zu Beginn war es nicht ganz klar, was man aufheben darf, später habe ich diesen unscheinbaren weißen Stern gesehen, der aufhebbare Gegenstände markiert. Doch vorsicht, jeder Gegenstand hat ein Gewicht, und wird deine Eigenschaften beeinflussen. Das tollste aber, der Titel des Buches verrät es; Die Gegenstände kann man behalten und im kommenden Abenteuer weiter verwenden.

Ich würde also beide Bücher empfehlen, auch wenn ich sicher bin, dass ich nur die Ritter-Reihe weiter verfolgen werde. Ist aber reine Geschmackssache. Ich finde es einfach toll, einen Helden, oder werdenden Helden zu begleiten. Und wenn ich es nochmal anfange, dann mit einem anderen der Brüder, und wer weiß, was ich noch alles entdecke.

Credits

Pegasus Spiele
Preis nach Buchpreisbindung: 14,95€

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