#111 Knopf spielt … Gruselgrütze

      Keine Kommentare zu #111 Knopf spielt … Gruselgrütze

Gruselgrütze
Hexen sind zur Zeit überall, und das liegt nicht daran, dass bald die große Halloweenparty im Kindergarten ansteht. Bibi Blocksberg hext fast jeden Tag durchs Haus, den Klassiker, die kleine Hexe durfte meine Frau auch schon zweimal vorlesen, und die kleine Apfelbaumhexe Petronella Apfelmus steht super hoch im Kurs. So musste auch die Gruselgrütze auf den Tisch.

Die Hexe Hilde bittet die Kinder, die Gruselgrütze für das Hexenfest fertig zu kochen, während sie nochmal ein Paar Besorgungen macht. Der Aushilfskoch, der an der Reihe ist, schüttelt Zauberchips aus dem Zauberstreuer, so lange er möchte. Diese werden von den anderen Spielern, den Farben entsprechend in die Reagenzgläser verteilt. Diese fassen genau drei Zauberchips. Sollten nach einem Schüttelversuch eines der Röhrchen vier oder mehr Chips haben, fliegt es einem um die Ohren. Der Zug endet, und die Hexe schreitet weiter voran, auf dem Weg zum Topf. Entscheidet der Spieler zu stoppen, bekommt er je eine Zutat für die Grütze, für jedes voll gefüllte Reagenzglas.
So wird reihum gespielt, und versucht, je drei der vier Zutaten in der Gruselgrütze zu sammeln, bevor die Hexe den Topf erreicht. Ist die Hexe schneller wieder zurück auf ihrem Hocker, verlieren die Spieler das Spiel.

Gruselgrütze

Knopf-Reaktionen:

Der Knopf war natürlich hin und weg, als er die Hexe gesehen hat. Ich habe ihm dann die Zutatenliste vorgelesen: Teufelschilli, Übelpilz, Vampirknofi, bisher keine Reaktion. Aber die Letzte hat ihn in einen Kicheranfall gebracht, der immer wieder mal vorkommt, wenn wir es aussprechen: Die Zitterzitrone … herrlich.
Der Aufbau und die Regeln sind sehr simpel. Was nicht so simpel ist, ist der Umgang mit dem Streuer. Entweder es kommt nix raus, oder zu viel. Das hat er lernen müssen, und das hat ehrlich gesagt auch etwas gedauert. Auch zu merken, wann man besser aufhört, und dem anderen den Streuer gibt, um wenigstens eine Zutat zu bekommen, musste er auf die harte Tour lernen. Die ersten Partien haben wir gnadenlos verloren.

Gruselgrütze

Fazit zu Gruselgrütze:

Material/Komponenten

Das Spiel kommt mit einem hübsch illustrierten Spielbrett und nen ganzen Haufen Zutaten-Pappmarker. Das Highlight am Tisch ist natürlich der Streuer. Im Streuer sind diese durchsichtigen, glitzernden Bingochips, bei denen man aufpassen muss, dass sie nicht verloren gehen. Das Spiel verwendet das Papp-Insert in der Schachtel noch als Ablage für die Chips. Diese dünne Pappe ist allerdings echt flimmsig, und wird nicht ewig halten. Immerhin hantieren da ne menge kleiner Kinderhände ständig drauf rum. Ich hätte mir ein kleines extra Brettchen gewünscht.
Gruselgrütze

Alter

Das Spiel ist ab fünf Jahren empfohlen und ist sehr altersgerecht. Der Knopf ist zwar noch etwas jünger, hat aber Unterstützung durch mich, als Mitspieler. Mit seinen Spielkameraden, hat das ohne mich nicht so gut geklappt, aber ich kann sehen, das das in einem halben Jahr sicher anders aussieht.
Gruselgrütze

Empfehlung

Obwohl es optisch sehr verlockend aussieht, und der Spielzeugfaktor mit dem Streuer sehr hoch ist, ist es für uns nur ein durchschnittliches Spiel. Oft ist es schlicht frustrierend, denn es ist nicht, oder nur sehr unzuverlässig, zu kontrollieren, was oder wie viel rauskommt. Schüttet man zu vorsichtig, kommt gar nichts raus. Die natürliche Reaktion, wir schütteln wilder. Und dann ist es passiert. Vier oder fünf Chips, natürlich in der selben Farbe, kommen raus. Nach einiger Zeit hat man den Dreh ein wenig raus, und auch Erwachsene haben damit zu kämpfen. Zum Glück gibt es noch den 2:1 Tausch, sollte man Zutaten bekommen, von denen schon genug im Topf sind.

Da es ein kooperatives Spiel ist, kann man den Kleinen beratend zur Seite stehen, und sie überreden, mit dem Schütteln aufzuhören. Mal klappte das, mal eben nicht. Am besten gefällt uns das Spiel zu zweit, oder mit drei Spielern, da mit mehr Spielern einfach zu wenig zu tun ist, und schnell Langeweile für die anderen aufkommt.

Gruselgrütze ist ein Spiel, was wir gerne mal spielen, speziell durch das Thema getriggert, und den Nervenkitzel. Aber wie schon erwähnt, gehört es nicht zu den Favoriten.

Credits

Kosmos
Author: Kirsten Hiese
Grafik: Gabriela Silveira
1-5 Spieler
ab 5 Jahre
ca. 15 Minuten

Preis

ca. 20€ (Stand September 2017)

Ich bedanke mich bei Kosmos für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.