#118 Papa spielt … For Sale

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For Sale
Jeder Häuslebesitzer kennt das, irgendwann ist es Zeit für einen neuen Anstrich, oder den Umzug in ein altersgerechtes Haus, oder in ein Größeres, wenn der Storch doch nochmal unerwartet liefert. Wir haben hoffentlich richtig kalkuliert, und das Storchenschutzblech im Schornstein fest gemacht. Es kommt ein Klassiker im neuen Gewand auf den Tisch: For Sale.

Das Spiel gliedert sich in zwei Phasen. Zuerst geht es darum, sich die schicksten Häuser zu kaufen. Keiner will den Wohnwagen oder das Plumpsklo. Die Villa, nen Schloss, oder die Raumstation muss her. Dazu bieten die Spieler mit ihrem Startkapital auf die ausliegenden Karten (Wert 1-30). Es liegen jede Runde so viele Karten aus, wie Mitspieler am Tisch sitzen. Sollte jemand aussteigen, weil die Barschaft knapp wird, oder man den Gegner hoch genug getrieben hat, bekommt dieser die Hälfte (aufgerundet) seines gesetzten Geldes wieder und das billigste Häuschen, was ausliegt. Es wird so lange gespielt, bis alle Karten verkauft, oder alle Spieler pleite sind.

In der zweiten Phase, wird je Spieler ein Scheck aufgedeckt. Die Spieler wählen eine Gebäudekarte aus ihrem Fundus, und legen diese verdeckt vor sich an. Nach dem Offenlegen aller Karten, darf sich der Spieler, mit dem teuersten Haus, den höchsten Scheck nehmen, und so weiter. Sind alle Häuser veräußert, werden die Summen der Schecks aufsummiert, und der reichste Spieler gewinnt das Spiel.

For Sale

Fazit zu For Sale:

Material/Komponenten

Angefangen bei der magnetisch schließenden Box, über das ungewöhnliche Kartenformat bis hin zu den MEGA-hübschen Illustrationen, hat hier Iello alles richtig gemacht. Das Spiel spricht an, und macht Spaß, alleine der Optik wegen. Was keinen Spaß macht, sind diese fummelig-kleinen Münzen. Gut es sind 84 Stück. Die müssen auch in die Box passen. Aber wirklich jedes Mal fehlt nach dem Spiel eine (keine Sorge, kein Spielmaterial wurde bei den Testrunden verletzt oder aufgegessen). Entweder liegt sie unterm Tisch (ganz toll im Garten), oder klebt am Unterarm meines Neffen (yikes!) oder ist unter das Plastiktiefziehteil gerutscht. Wenn das nicht wäre, gäbe es in dieser Rubrik 100%… aber ich nutze zum Glück keine Bewertungsskalen.
For Sale

Regelheft

Die Regeln sind gut. 1/3 des Regelheftes besteht aus sehr ausführlichen Beispielen. Wer das Spiel danach nicht kapiert hat, dem ist nicht mehr zu helfen.

For Sale

Empfehlung

Absolute Empfehlung für diesen Klassiker von Stefan Dorra. Es ist natürlich nicht das abendfüllende Spiel, und führt es auch nicht dazu, dass Spieler am Spieltisch, vor Freude, ausflippen. Aber es spielt sich gut. Auktionsspiele sind oft etwas stimmungsabhängig, je nachdem, wie die Gruppe drauf einsteigt. Bei For Sale konnte jeder gleich sinnvoll mitbieten, da es relativ schnell ersichtlich ist, auf was man viel bieten sollte, und was man lieber sein lassen sollte. Vielleicht klappt das nicht im ersten Spiel. Hier hatten wir folgenden Fall, im Spiel zu fünft: Meine Neffe hat sich mit seinem Bruder gleich einen Bieterkrieg geliefert, und 12 seiner 16 Münzen in der ersten Auktion ausgegeben. Das war es dann für ihn. Aber die Runden spielen sich schnell, und die Lektion war klar.

Für mich ist For Sale der Prototyp eines Füllerspieles, was man jederzeit schnell aus dem Hut zaubern kann. Zu dritt finde ich es etwas schwach, aber ab vier Spielern glänzt das Spiel und gehört fest ins Programm, wenn wir uns mal wieder zu sechst zusammen setzen. Schnell gespielt, und vor allem schnell erklärt. Und hübsch dazu. Passt also.

For Sale

Credits

Iello
Author: Stefan Dorra
Grafik: Catell-Ruz
3-6 Spieler
ab 10 Jahre
ca. 30 Minuten

Preis

ca. 15€ (Stand Oktober 2017)

Ich bedanke mich bei Iello für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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