#128 Papa spielt … Schöne Sch#!?e

Schöne Sch#!?e
Na was ist das denn für eine Aussprache… ich würde meinen Knopf jetzt ermahnen… Scheiße sagt man nicht. In diesem Spiel schon. Und obwohl es ein neues Spiel zu sein scheint, habe ich es vermutlich schon öfter gespielt, als alle anderen Spiele meiner Sammlung. Wie das geht? Schöne Sch#!?e ist eine Neuauflage von Geschenkt! oder No Thanks!, wie es in den USA heißt. Ich bin sehr froh darüber, und hab nun auch schon fast das Fazit verraten. Aber jetzt nochmal etwas genauer:
Schöne Sch#!?e
Jeder Spieler bekommt eine bestimmte Anzahl von Plastikchips, die er am besten, geheim bei sich behält. Ein Kartenstapel aus 33 Karten, mit den Werten von 3-35 wird vorbereitet. Neun Karten werden, ohne zu spicken, aus dem Spiel entfernt; der Rest wird als Zugstapel, in die Mitte des Tisches gelegt. Die erste Karte wird aufgedeckt, und der aktive Spiele muss entscheiden, nimmt er diese Karte, oder legt er einen Chip auf diese Karte. Nimmt er die Karte, legt er sie vor sich offen ab. Legt er einen Chip drauf, ist der nächste Spieler dran, und muss die selbe Entscheidung treffen. Wer eine Karte nimmt, auf der auch Chips liegen, darf diese behalten. So wird gespielt, bis alle Karten verteilt wurden.

Wozu das Ganze? Ziel des Spieles ist es, die wenigsten Punkte vor sich ausliegen zu haben. Jeder Chip im eigenen Vorrat, zählt einen Minuspunkt. Die Kartenwerte werden addiert. Allerdings gibt es hier einen Kniff. Sollte man eine durchgehende Reihe bilden können, wird nur die kleinste Karte gewertet. So zählt eine 11, 13, 15 zusammen 39 Punkte. Sollte man aber eine 14 dazu sammeln können, hat man 11 und 13 (Reihe: 13,14,15), also 24 Punkte.

Der Spieler mit den wenigsten Punkten gewinnt.

Schöne Sch#!?e

Fazit zu Schöne Sch#!?e:

Material/Komponenten

Das Erste was auffällt, sind diese schrägen Illustrationen. Ich musste erst mal nachschauen, ob das wieder irgend so ein WebComic ist, den ich nicht kenne. Aber nope, ist wohl speziell für dieses Spiel entstanden. Zum Vorgänger, der aus Standard-Spielkarten mit Zahlen drauf, bestand, ein ganz klarer optischer Fortschritt. Ich habe die bunte Geschenkt!-Edition von 2011, aber es gab eine ziemlich langweilige Version noch aus dem Jahre 2004 von Amigo. Man sieht also, jede Edition einen grafischen Schritt nach vorne. Neben der Gestaltung, ist aber auch die Schachtel und die Karten größer geworden.
Die Chips sind dem Klassiker treu geblieben, exakt die Gleichen. Sind klein genug, um auch ne große Menge in der Hand zu halten, und von einem glatten Tisch, kann man sie gut aufnehmen.
Schöne Sch#!?e

Empfehlung

Ich habe es ja bereits anfangs schon gesagt, das Spiel ist Klasse. Es gibt keine Spielgruppe, die das Spiel nicht mochte. Und ich habe es schon überall gespielt. Beim Picknick, oder im Pub, immer ein Hit. Das erste Spiel fragen sich die Mitspieler immer wieder, was soll denn das, was mache ich hier? Aber spätestens in der zweiten Runde, die man sicher danach spielt, hat es jeder verstanden. Es ist clever eine Karte, die man selbst brauchen kann, aber anderen gar nix nutzt, vielleicht nicht gleich zu nehmen. So „müssen“ die andere Spieler noch Chips drauflegen, was dadurch meine Punktzahl deutlich verringert, je nachdem, wie groß die Spielrunde ist. Das ist auch schon der nächste Vorteil. Das Spiel kann mit großen Gruppen gespielt werden. 24 Karten, ein paar Chips und bis zu sieben Spieler sind ne Weile gut unterhalten. Das Spiel war und ist in meiner Gruppe so beliebt, dass manche es sehr teuer in den USA bestellt haben, um selbst eine Kopie zu haben. Denn lange war es nicht einfach zu bekommen. Nun ist es zum Glück wieder verfügbar, und kommt in einem sehr witzigen Kostüm auf den Tisch.

Es fördert immer eine Menge Schadenfreude, wenn Andere sich eine Karte schnappen, um dem Anderen, diese zu verwehren. Es gibt jede Zahl nur einmal, und man kann sich bis zuletzt nicht sicher sein, ob diese überhaupt im Spiel ist, da ja neun Karten zufällig entfernt werden. Wenn ich überhaupt Kritikpunkte finden muss, dann ist es die Anzahl der Chips. Im Spiel zu fünft, braucht man exakt 55 Chips, was genau der Anzahl entspricht, welche enthalten sind. Fehlt nur eine, und wir haben bereits einen Chip verloren, ist das doof.

Vielleicht hätte man hier 5 Chips extra reinpacken können. Ich hatte zum Glück noch Ersatz aus einem anderen Spiel dafür. Und für kleine Hände könnten, die Karten etwas groß sein, wenn es ums Mischen geht, oder dem Abzählen der Karten, die entfernt werden müssen. Nix wildes, aber das ist uns aufgefallen, und ein Teil der Gruppe, bevorzugt die kleinen Karten aus Geschenkt!. Ich erfreue mich am neuen Artwork, und werde sicher beide Editionen behalten.

Spielen kann das Spiel jeder, der die Addition beherrscht, somit ist die Altersempfehlung ab acht Jahren eher individuell zu interpretieren. Wer bis 100 addieren kann, kann es spielen.

Für mich ist Schöne Sch#!?e/Geschenkt! das Spiel, was ich immer dabei habe, und immer wieder ein Erfolg ist. Eine absolute Empfehlung, auch für den kleinen Geldbeutel.
Schöne Sch#!?e

Credits

Amigo
Autor: Thorsten Gimmler
Illustrationen: Dennis Lohhausen
3-7 Spieler
ab 8 Jahre
ca. 20 Minuten

Preis

ca. 10€ (Stand Dezember 2017)

Ich bedanke mich bei Amigo für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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