#138 Papa spricht über … Spielwarenmesse in Nürnberg 2018

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Samstag, 3. Februar 2018 war es wieder soweit, ich bin Nürnberg auf der Spielwarenmesse. Anders als letztes Jahr wusste ich genau, was mich erwarten wird. So blieb das ziellose umherirren und sich verlaufen diesmal aus. Mehr Zeit, um sich um das Wesentliche zu kümmern: die kommenden Spiele. Auch dieses Jahr habe ich keine großen Termine mit den Verlagen gemacht, und habe auch sonst keinem Zeit gestohlen, die sie für wichtiges Business brauchen. Zudem immer im Sinn: Der Blog ist mein Hobby, den ich in meiner Freizeit mit Leidenschaft betreibe. Termine habe ich im echten Leben mehr als ich haben will, dann lassen wir diese in der Freizeit aus. Vorab wieder ein Dankeschön an die Akkreditierungsabteilung, die mir den Besuch erst ermöglicht haben. Auf geht es zu tollen Spielen, tollen Erfahrungen und netten Gesprächen. Hierbei traf ich auch Verlagsvertreter, die unermüdlichen Spieleerklärern (für die ich seit Essen, und meiner Rolle als Erklärbar eine besondere Dankbarkeit empfinde) und auch einigen Publishern aus dem Ausland.
 

 

Mission Knöpfe


Schon relativ früh habe ich vom Krieg der Knöpfe aus einem Tweet von Uli Blennemann erfahren, und das es bei ADC Blackfire erscheinen wird. So war meine erste Station der Stand von besagtem Verlag. Dort konnte ich mir A das Spiel genauer anschauen, und B einige Zusatzinfos zu dem Spiel bekommen. Und ja, dieses Spiel wird von mir einen Review bekommen. Optisch hat hier Harald Lieske mal richtig was raus gehauen, die Story des Spieles entspricht ziemlich genau der Romanvorlage, einem Buch, was ich als Kind oft gelesen habe, und auch mechanisch verspricht es ein Spiel zwischen gehobenem Familienspiel und Kennerspiel zu werden. Es wird viel gewürfelt und um Mehrheiten gerungen, bezahlt wird mit extra für das Spiel hergestellten Holzknöpfen, und Karten helfen, Ziele zu erreichen. Spiele mit Knöpfen sind Ehrensache für Knopfspiele 🙂


 

 

Huch, wo bin ich hier gelandet

Bei Huch habe ich mich primär nach Kinderspielen umgeschaut, aber auch an dem ein oder anderen Spiel für uns Große hängengeblieben.

Zuerst fällt mir Cookies ins Auge. Jeder mag Kekse und der 3D-Ofen ist kaum zu übersehen. Zudem gibt es auch dieses Jahr wieder Brettspiele zu einem kommenden Kinofilm bei Huch: Diesmal die kleine Hexe. Das große Spiel ist ein komplexer 3D-Aufbau, der eine Mischung aus Memospiel und Roulette. Das kleinere und für mich deutlich Spannendere, ist ein Spiel, mit magnetischen Plättchen, und einer Angel, das im kompletten Raum verteilt werden soll.

 

 

 

Was verrücktes, gabs noch: Katzen stapeln. Warum nicht.

Bei Huch finden sich noch die IELLO Neuheiten, die uns dieses Jahr noch mit ihrer Optik verwöhnen werden. The Legend of the Cherry Tree that Blossoms Every Ten Years, puff was ein Titel, was ich vor Jahren schon als Hitoira gesehen habe, sieht nicht nur mega gut aus, sondern verspricht auch ein tolles Spielerlebnis durch den gut implementierten Push-Your_Luck Mechanismus.

Daneben stand Fairy Tile… sah nach einem Puzzlespiel mit tollen Miniaturen aus, die hoffentlich auch so bemalt zu den Spielern kommen werden. Man erledigt Aufgaben, die vorgeben, wo sich die Figuren befinden müssen. Die Herausforderung hier sind Bewegungsmuster der einzelnen Figuren, und dass die Mitspieler andere Ziele verfolgen, als man selbst.

Ganz besonders freut mich aber, dass Seikatsu, ein abstraktes und sehr hübsches Spiel den Weg nach Deutschland schafft. Dürft Euch schon auf einen Solo-Review freuen, da es den Solomode unterstützt.

Holzklötzchenschubser

Bei Noris habe ich dann eine ganz nette Entdeckung gemacht. Blocky Mountains schafft es in den deutschen Handel. Das freut mich besonders für den Autoren Gerhard Junker. Die Illustrationen wurden zwar überarbeitet, aber das Spiel selbst ist auf den ersten Blick so erhalten geblasmoieben. Blocky Mountains war eines der wenigen erfolgreichen Startnext Projekte, und beinhaltet ein sehr ANDERES Geschicklichkeitsspiel. Ziel ist es einen Bären und den Trapper über einen Parkour zu bringen.

Zudem wird das kleine Kartenspiel: Kleine Fische eine Brettspielumsetzung bekommen. Hier bleibt alles beim Alten, nur einige wenige Restriktionen und Regeln werden es etwas komplexer machen.

Schmidt

Schmidt Spiele, die auch unter anderem für den Vertrieb von Hans im Glück verantwortlich sind, haben das große neue Ding: Race to the New Found Land ausgestellt. Es handelt sich um ein eher klassisches Eurospiel, um Mehrheiten, Ressourcen, Schiffbau und Transport. Es gilt die Inseln zu entdecken und zu besetzen. Das alles dann als Rennen auf der Punkteleiste, denn verschiedene Punktestände erlauben dem Ersten dort, eine mächtige Sonderfähigkeit zu nutzen. Das Spiel klang äußerst einleuchtend und richtet sich dann doch eher an die Kennerspieler. Ich bin gespannt, wie sich der Rennaspekt zeigen wird, und ob es auch in kleiner Besetzung gut zur Geltung kommt, was meistens bei Rennspielen das große ABER ist.

 

 

 

Ein ganz kleines Highlight für mich ist der Quacksalber von Quedlinburg. Ein sehr familienfreundlicher Bagbuilder (Deckbauer im Beutel) mit einer gehörigen Portion Glück, flotter Spielzeit und sehr knappem Regelwerk. Ein Spiel von Wolfgang Warsch, einem relativ neuen Autoren, der alleine dieses Jahr viel Spiele in Nürnberg präsentieren darf. Finde ich großartig. (Schaut euch The Mind (NSV) von ihm an. Ein seltsames Spielkonzept, das mich am Abend nicht zum Mitspielen verleitet hat, ich aber, je länger ich drüber nachdenke, meine Entscheidung bezweifeln lässt.)


 

 

 

 
Jop, und zuletzt noch ein neues Magnetspiel von Drei Magier Spiele… Der Zaubersee. Es ist ein kooperatives Spiel gegen den bösen Magier. Zufall und Glück spielt wohl eine große Rolle. Aber der verwendete Mechanismus und die vertraute Optik sprechen mich hier sehr an. Mal sehen, wie es sich im Spiel mit den Knöpfen so schlägt.

Auf zum Riesen

Auf dem Weg zu Asmodee, einem Riesen unter den Verlagen da draußen, bin ich noch eben bei Gigamic vorbeigeschlendert, da mich diese Spiele, und damit meine ich fast alle dort, einfach nur mit Ihrer Optik und Einfachheit erfreuen. Ich kann mich an Katamino nicht satt sehen, und Quixo ist zur Zeit das meistgespielte Spiel im Knopfhaushalt. 10 Partien pro Woche sind nicht unwahrscheinlich. Zu Kero kann ich nix sagen, außer, dass ich die Sanduhren LKWs großartig finde.

 

 

 
Angekommen bei Asmodee sieht man vieles, was das Spielerherz höher schlagen lässt. Meine Highlights waren Stuffed Fables, Pandemic Rising Tide und die neuen T.I.M.E Stories Fälle. Leider scheint es keine neuen Kinderspiele von Asmodee zu geben. Das Punguinspiel ist eher schwach, da es ein reines Memo-Ich-Ärger-Dich-Spiel ist. Wenig innovativ. Und Gobblet Mampfer, darauf warte ich schon seit letztem Jahr, um es mit den Kids zu spielen. Für mich definitiv ein Zwischenstopp, den ich mir auch hätte sparen können.

 

 

Hallo einsame Schönheit

Eines der schönsten Spiele des letzten Jahres war für mich Paper Tales (Rezension kommt demnächst) und ich bin froh, dass ich die Erweiterung erspähen konnte. Und das Beste an dieser Erweiterung neben neuen Karten und Gebäuden: Ein Solomodus. Perfekt. Viel Zeit hatte ich dort nicht, aber die beiden Kinderspiele haben mich jedenfalls neugierig gemacht, und werde sie mir genauer anschauen.

 

 

Blick in dem Weltraum

Kosmos setzt weiterhin auf seine Exit Reihe, was uns natürlich sehr freut… mehr Exit ist gut. Dann wird es eine neue eigenständige Catan Version geben, welche thematisch bei den Inkas angesiedelt ist. Ubongo bekommt eine Solobox und Geister Falle macht nen extrem spaßigen Eindruck. Sieht aus, wie ein Jahrmarktspiel und enthält Murmeln. Was braucht man mehr.

 

 

Pinguin Intermezzo

Icecool sollte den meisten ein Begriff sein, und ihr seht nicht doppelt…ähnlicher Aufbau, fast die selben Regeln, vier neue Farben. Somit ist es möglich Icecool zu acht zu spielen, ODER ein Rennspiel draus zu machen. Amigo wird hier den deutschen Markt versorgen. Viel cooler aber noch, ist die Pinguin-Neuauflage des Ravensburger-Klassikers Fluch der Mumie. Das Magnet-Spiel ist kaum zu bekommen, und wenn, dann nur sehr teuer am Gebrauchtmarkt. Das Ding ist gebucht. Und absolut logisch… Pyramiden im Eis. Ich liebe diese Idee.


 

 

Im Pferde Traumhaus

Bei Pegasus war die Auswahl schier endlos, und für mich auch etwas unübersichtlich. Ich habe mir die beiden großen Kinderspiele angeschaut, und bin aktuell mäßig begeistert davon. Vielleicht erlebe ich eine Überraschung. Am spannendsten ist Coimbra, was eigentlich bei Eggertspiele erscheint, welche von PlanB Games aufgekauft wurden…. irgendwann wird das alles bisschen konfus 🙂 Am besten Spiele nicht nach Verlag sortieren. Apropos PlanB, der zweite Teil von Century war zu sehen, und nicht wie zu erwarten bei AbacusSpiele, wie das beim ersten Teil der Fall war. Dann gab es noch den großen Azul Koffer, der offensichtlich niemals für den handel vorgesehen ist. Super spannend finde ich den Plan Deadline von Wizkids zu lokalisieren, nur man konnte mir wenig Hoffnung machen, dassze das noch 2018 passieren wird. Ganz verwirrt war ich dann, als ich die Gigamic Spiele dort gesehen habe, die ich bisher immer bei Asmodee gefunden habe. Vielleicht muss ich mal nen Mindmap zeichnen.

 

 

Die blaue Lagune Ecke

Wenn man sich auf der Spielwarenmesse nur auf die Halle 10 beschränkt, also dort wo sich die Brettspieler treffen, wird man einen der größten Mitspieler verpassen. Ravensburger befindet sich in einer anderen Halle und hat auch dieses Jahr wieder groß aufgefahren. Adventskalender, Kinderspiele, TipToi, Puzzle und und und…

Der diesjährige Hingucker schlechthin war Cool Runnings. Ein Spiel mit Eiswürfeln und einer garantierten Sauerei auf dem Tisch. Die Eiswürfel werden mit Salz bestreut, mit Wasser bespritzt oder in den Händen gerieben. Wasser und Brettspiele, selbst das ist 2018 nicht mehr unmöglich. Der neue TipToi Stift verfügt nun über eine Aufnahmefunktion was sich zu lustigen Geschichten in den Büchern verwenden lässt, die HexBug-Reihe bekommt einen Vampir-Nachfolger, der nach dem Looping Teil hoffentlich wieder richtig funktioniert. Und wenn nicht, ist eine Schleuder dabei; dafür findet sich eine Verwendung. Die glibberklatschigen Hände lasse ich mal aus, da die sicher überall hängen werden, nur nicht da wo sie hinsollen. Es wurde ein neuer Feld in der Alea Reihe angekündigt, und San Juan heißt jetzt auch Puerto Rico – Das Kartenspiel, nur eben in ner kleinen Sumchachtel. Ein Grund mehr an seiner Kopie San Juan festzuhalten.

Zwei Neuauflagen freuen mich aber besonders. Trans Europa/America kommen zusammen in einer Box und das grandiose Strike (Der große Wurf) wird mit Elementarthema als Impact neu auf den Markt gebracht.


 

 

Alles in Gelb

Mein letzter Besuch war bei HABA in Halle 3. Wo ich 2017 noch ewig gesucht habe, bin ich diesmal recht souverän am Ziel angekommen. Dieses Jahr sind es bei HABA viele kleine Spiele geworden, die mein Interesse geweckt haben. Burg Kletterfrosch werde ich auslassen, da diese riesen Schachteln bei uns schlicht keinen Platz findet.
Am spannendsten sind tatsächlich zwei Titel; Funkelschatz und Rallye Trucks. Funkelschatz macht echt einen guten Eindruck, und hat sich bereits als gutes Spiel erwiesen, während ich diesen Artikel hier schreibe. Nicht nur optisch ein tolles Ding, sondern auch spielmechanisch endlich mal was Neues. Bei Rally Trucks, schaut Euch mal an, was die Autoren sonst so gemacht haben… ich sag nur kalter Krieg. Das passt jetzt weniger ins HABA Spektrum, aber hat mich doch stark überrascht, und macht mich umso neugieriger 🙂

Tschu Tschu kleine Eisenbahn hat eine ungewöhnliche Altersangabe auf der Box, 3-8 Jahre. Das alleine ist spannend genug, es mir dieses Jahr noch näher anzuschauen, wobei eine Spielzeitangabe von 10 Minuten nicht so verlockend klingtapo.


 

 

Fazit zur Spielwarenmesse in Nürnberg 2018

Das waren wieder jede Menge Spieleinfos und Eindrücke, die ich da sammeln konnte. Nachdem ich nun Essen und ein zweites Mal Nürberg erleben durfte, kann ich sagen, dass diese beiden Messen einen völlig verschiedenen Eindruck hinterlassen haben. Das Offensichtlichste: In Nürnberg sind alle gut gekleidet und es sieht nach Business aus. Es ist eine reine Fachbesuchermesse und genau so präsentieren sich die Verlage und Aussteller auch. Wer, wie in Essen erwartet, ein Spiel komplett erklärt zu bekommen und dann auch noch eine Runde spielen zu können, ist da auf dem Holzweg.

Die meisten Verlage haben gut ausgebildete Erklärer an den Stationen, oder man muss einen Termin vereinbaren, um sich herumführen zu lassen. Was man dann zum hören bekommt, sind sogenannte Sales-Pitches… kleine 2-Minuten Zusammenfassungen der Spiele, vielleicht eine knappe Regelerklärung, und wer möchte bekommt auch Auflage und Endverbraucherpreise genannt. Denn darum geht es: Den Händlern die Spiele schnell vorzustellen, und möglichst schmackhaft zu machen. Natürlich wird man auch als Blogger wahrgenommen, denn immerhin geht es auch um deren Aufmerksamkeit, wie ich öfter erfahren durfte. So wurden mir manche Spiele sehr schmackhaft gemacht, bzw etwas zu überschwänglich angepriesen, obwohl sie gar nicht in meinem Interessengebiet lagen. Aber es ist wichtig, gerade für kleine Verlage, gesehen zu werden.

Aprzu orpos kleine Verlage. Hier hatte ich dieses Jahr fast das Gefühl, weniger zu Gesicht zu bekommen. Vielleicht habe ich diese nur übersehen, oder eben nicht. Dafür sind mehr ausländische Verlage zu sehen gewesen, auch hier wieder nur ein Bauchgefühl, viele Kickstarter-Verleger und Spiele konnte man sehen.

Mein Fokus, und dafür habe ich die Messe auch genutzt, mir die kommenden Kinderspiele für 2018 anzuschauen. Denn diese bekommen schlicht kaum bis wenig Presse und werden dann auch von mir übersehen. In Nürnberg kann man sich das alles ganz gut anschauen, ohne wie in Essen sich durch Massen von Käufern zu quetschen.

Ich habe meine Zeit weitestgehend genutzt, um mich umzusehen, durch die Gänge zu streifen, um vielleicht noch irgendwas zu entdecken, was ich nicht auf dem Schirm hatte. Ein paar Schmankerln hab ich dabei entdeckt, die sicher 2018 auf Knopfspiele wieder zu finden sein werden. Sonst bestand mein Tag dort aus jeder Menge guter Konversationen und Bekanntschaften. Ob es nun das wiedertreffen mit Hilko Drude war, oder endlich mal Zeit für einen Kaffee mit Petra Fuchs von http://www.jungundaltspielt.de, oder ein Treffen mit Caezar, dem Kopf von Alley Cat Games aus England. Einige erinnern sich vielleicht, dass ich bei Ihm in Essen Demos für sein Spiel: Dice Hospital gegeben habe. Die gute Nachricht, es geht gut voran mit dem Spiel.

Zusätzlich konnten wir ne Menge plaudern, und über Spiele philosophieren. Seid gespannt, was da 2018 alles auf Euch zusrollt. Ich sag nur Schokolade. Einen Prototypen konnten wir auch noch kurz anspielen, über den ich aber noch nix erzählen darf…. jetzt darf ich auch mal Geheimniskrämer sein. Toll.

Bisschen später hatte ich noch die Gelegenheit ihm bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Er war auf der Suche nach spannenden Spielen für den englischen Markt, und lies mich an den Treffen teilhaben. Gut für mich, und gut für ihn, da man sich auch gleich über die Spiele austauschen konnte.

Was es sonst noch gibt

Wer sich von den Brettspielen losreißen kann, und etwas Zeit und Lust hat ein paar Meter zu laufen, Sollte sich die anderen Hallen auch mal anschauen. Ob es nun eine Halle mit Feuerwerkskörper oder Kostümen ist, eine Halle voller Pink und Puppen, oder tolles Holzspielzeug. Es gibt so viel zu entdecken, und in mir wuchs der Wunsch, da mal für ne Woche alleine eingesperrt zu sein. Oder sagen wir so, ich wäre gerne beim Abbau vom KAPLA Stand dabei.

Wer die Augen offen hält wird dann auch mal eine riesige Emma finden, die als Werbegag bei Merklin stand, um den Kinofilm Jim Knopf und Lukas zu bewerben, oder findet ein etwas größeres Puzzle…. crazy…. oder eben ganz nebenbei eine MENGE spanischer Brettspiele. Meine Tante hat schon den Auftrag in Barcelona shoppen zu gehen.

Der große Hunger

Nach endlosen Kilometern auf meinen Füßen, war es Abends dann Zeit, sich mit anderen Bloggern in einem Nürnberger Gasthaus zu treffen. Der Hunger war groß. Was bestellt man in Nürnberg, klar Bratwürstle…. mit SAUERkraut. Jahaaa lieber Nürnberger ich habe sauer GROSS geschrieben, denn es hat einen Grund, warum das so heißt. Ich war als Wahl-Pfälzer, der Sauerkraut hier überall als Beilage dazu bekommt, natürlich erstmal über die Miniportion erschrocken, das traut sich hier keiner. Aber am Ende sogar froh… Hölle die haben das Sauerkraut gesüßt. Ich hätte stutzig werden müssen, als ich auf der Karte: Schäufele Sichuan-Art gelesen habe. Eindeutig Touristenküche.

Naja abseits davon, war es ein witziger Abend, wieder mit guten Gesprächen und der Gesellschaft einiger Prominenz und Jurymitgliedern. Immer wieder witzig, die Leute aus Youtube in echt zu treffen. Wirklich nett war auch das lange Gespräch mit Citie Lo von Boardgame Record, einem Reviewer aus Taiwan, der sich zu uns gesellte. Wir haben ein bisschen über sein Spiel „Festival of the thousand cats“ gequatscht und worüber man halt so redet… Brettspiele eben 🙂

Nachts um 1, endlich im Hotel angekommen, in Wasserzell ca 30 Minuten außerhalb Nürnbergs, war ich reif fürs Bett. Ich empfehle jedem, der im Februar nach Nürnberg kommt… unterschätzt das Wetter hier nicht. Auch diesmal gab es wieder glatte Straßen Nachts auf der Autobahn.
Sonntags bin ich dann im Verkehrschaos wegen der zwei Schneeflocken nach Hause gefahren… Tolles Erlebnis, und 2019 gerne wieder.