#144 Solopartie … Herbaceous

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Herbaceous
Passend zur Jahreszeit und da die Gartenarbeit gerade wieder volle Fahrt aufnimmt, möchte ich ein kleines unsagbar hübsches Spiel vorstellen, Herbaceous. Es befindet sich schon lang in meiner Sammlung und hat schon viele Solopartien hinter sich. Wenn ich richtig informiert bin, wird es 2018 auch bei Pegasus Spiele auf deutsch erscheinen.

Herbaceous
Für ein Solospiel muss der Kartenstapel in zwei gleichgroße Stapel geteilt werden. Mit einer Hälfte wird gespielt, die andere kommt zurück in die Box. Im Spiel gibt es drei Orte: Der Ablagestapel, der öffentliche Garten und der eigenen Garten. Während einer Runde werden nacheinander drei Karten gezogen und nach jeder gezogenen Karte muss ich entscheiden, wo ich die Karte ablege, wobei an jeden Ort nur eine Karte gelegt werden darf. Sollten im öffentlichen Garten irgendwann mal fünf Karten liegen, müssen diese sofort auf den Ablagestapel gelegt werden.

So, hab ich was vergessen? Ach ja, was ist das Ziel? Im eigenen Garten sind vier Ziele zu verfolgen. Ich sammel dort zusammen mit dem öffentlichen Garten Sets von Kräutern. Dabei sind die Sets entweder bestehend aus gleichen Kräutern, aus Zweiersets, aus ungleichen Kräutern oder bestehen aus spezielleren Kräutern. Ich kann nach jeder Karte die ich ziehe entscheiden einen Topf einzutopfen, was ich genau einmal pro Topf tun kann.

Das Spiel endet, wenn keine Karten mehr gezogen werden können, oder ich keine freien Blumentöpfe mehr habe. Je größer die Sets, die ich gesammelt habe, desto mehr Punkte bekomme ich, und so versuche ich meinen Highscore zu knacken.

Herbaceous

Fazit zu Herbaceous

Empfehlung

Abgesehen von der hervorragenden Illustration von Beth Sobel und dem kaum aussprechbaren Namen, ist Herbaceous einer meiner liebsten Solospiele. Es ist extrem schnell aufgebaut und sehr schnell runtergespielt. Und durch das aufteilen der Kartenmenge, kann man es sogar zweimal hintereinander spielen. Diese Tatsache bringt für mich eine weitere Ebene ins Spiel. Denn ich kann mir versuchen zu merken, welche Karten im Ersten Spiel schon vorgekommen sind, diese werden dann sicher nicht nochmal kommen. Manchmal klappt es, manchmal hau ich voll daneben 🙂

Der Hauptmechanismus des Spieles ist ganz klar: Push-Your-Luck. Denn was immer nicht passieren sollte, das der öffentliche Garten zu oft abgeräumt wird. Einmal ist okay, das kann manchmal sinnvoll sein, aber schon beim zweiten Mal, sind schon zu viele Karten aus dem Spiel, um noch an den Highscore zu denken. Immer wieder spannend, zu entscheiden, wann man nun seine Töpfe abschließt.

Das Spiel ist ein extrem tolles Gesamtpaket, welches hochwertige Karten mitbringt, die leider sehr stark gerochen haben. Da hieß es erstmal ein paar Tage lüften. Dann ist es extrem hübsch, was für mich der ursprüngliche Grund war, es zu kaufen. Stand heute, habe ich es sicher schon 50 Mal gespielt, und sehe nicht, dass es mir irgendwann mal langweilig werden wird. Es ist eines dieser Spiele, die ich verkauft und danach sofort wieder gekauft habe, da ich es vermisst und bereut habe.

Mit mehr Spielern habe ich es nur einmal gespielt, was ganz okay war. Die Regeln unterscheiden sich dann ein wenig, und es ist ne Menge Interaktion im gemeinsamen Garten; warte ich noch eine Runde, oder schnappt sich jemand den Salbei. Aber ich bevorzuge ganz klar den Solomodus.

Wer ein schnelles Solospiel sucht, was genug Spieltiefe bietet, um spaßige 15 Minuten zu verbringen, dem empfehle ich Herbaceous.

Herbaceous

Credits

Pencil First Games
Author: Steve Finn
Grafik: Beth Sobel
1-4 Spieler
ab 8 Jahre
ca. 20 Minuten
Herbaceous

Preis

ca. 29€ (Stand Mai 2018)

Herbaceous