#147 Knopf spielt … Speed Colors

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Speed Colors

Manchmal kann eine Spielidee so einfach sein. Jeder nimmt sich eine Karte, prägt sich die sechs Farben ein, dreht danach die Karten um und schon kann es losgehen mit dem wilden Buntstiftgesuche. Ziel bei Speed Colors ist es, möglichst schnell und möglichst korrekt aus dem Gedächtnis heraus die andere Seite auszumalen. Ist ein Spieler fertig, beendet er die Runde und die Mitspieler dürfen noch eine letzte Fläche ausmalen, mit dem Stift, den sie gerade in der Hand halten. Danach wird verglichen und auf eine Punktekarte malt man sich eben die jeweilige Punktzahl aus. Dabei wird unterschieden zwischen richtige Farbe auf richtigem Feld oder eben Punkte für vollständig ausgemalt, aber falsches Feld erwischt. Doppelte Farben werden nicht gewertet. Wer dann zuerst seine Schlange vollständig ausgemalt hat, gewinnt das Spiel.
Speed Colors

Knopf-Reaktionen:

Wir haben das Spiel nun fast ein Jahr zu Hause, und alle paar Wochenenden wird es tatsächlich auch gespielt. Es gehört definitiv zu den Favoriten vom Knopf. Dank der langen Zeit kann ich hier jetzt auch eine kleine Entwicklung beschreiben, die der Knopf durchgemacht hat. Zunächst, als das Spiel neu war, hat er laaaaaaangsam alles sehr penibel ausgemalt. Es war mehr Schneckentempomalen als Speedzeichnen. Aber auch hier konnte man einiges lernen und beobachten. Zunächst trainiert Speed Colors das Verständnis von Links und Rechts. Denn eine Farbe, die vorher links war, sollte nach dem Umdrehen später auch wieder links sein. Hier hat er oft sozusagen spiegelbildlich, und damit falsch gemalt. Heute ist er flotter und auch malt nicht mehr drüber hinaus, was durch das Spiel ja mit 0 Punkten bestraft wird; konnte im Schneckentempo nicht passieren.
Speed Colors
Wir haben auch die Variante versucht, mit vertauschten Deckeln der Stifte, womit man sich nun merken muss… Gelber Stift hat grünen Deckel. Das ist bis heute noch zu viel, speziell unter Zeitdruck.

Unterm Strich liebt der Knopf dieses Spiel. Ob es nun tatsächlich das Ausmalen ist oder schlicht die Tatsache mit diesen abschwischbaren Stiften zu malen, kann ich nicht beurteilen. Aber mir reicht die Tatsache, dass er es immer wieder aus dem Regal zieht.

Speed Colors

Fazit zu Speed Colors:

Speed Colors ist ein wirklich tolles Kinderspiel geworden. Die Karten haben eine super Qualität und auch die Stifte sind nach einem Jahr immer noch voll funktionsfähig. Die Schwämmchen an den Kappen haben etwas gelitten, aber nichts was man nicht mit einem Taschentuch kompensieren könnte. Zudem bietet Game Factory inzwischen auch ein Boosterpack an, mit neuen Karten und neuen Stiften.

Das Prinzip des Spieles ist so simpel, dass es jeder sofort versteht, und auch weniger spielerfahrene Kinder ihren Spaß haben. Wer möchte, kann die Expertenregeln anwenden, um das Spiel noch etwas komplexer zu machen und auch dann in reinen Erwachsenenrunden etwas Salz in die Suppe zu bringen.

Es gibt Karten, die man sich etwas leichter merken kann, und welche, die etwas schwerer sind. Hier konnte ich etwas steuernd in das Spiel einschreiten, um eine Chancengleichheit wahrscheinlicher zu machen. Allerdings, jedenfalls bei uns, war ich als Erwachsener den Kinder meistens überlegen, und musste mich etwas zurückhalten, um es nicht zu einem frustrierenden Erlebnis werden zu lassen. Sechs Farben kann ich mir gerade noch merken. Schön war aber wirklich zu beobachten wie nach und nach der Knopf aufgeschlossen hat, und inzwischen tatsächlich ein Gegner auf (fast) gleicher Stufe ist. Zwar bin ich immer noch etwas schneller; er malt aber auch genauer, was mir auch etwas lieber ist. Denn genau das genaue Malen und sorgfältige Arbeiten bekommt er auch im Kindergarten und in der Vorschule beigebracht. Da wäre eine Schluder-Anforderung von mir fast kontraproduktiv.

Wer also ein witziges Malspiel mit Memo-Elementen sucht, das nebenbei bis auf ein paar Krümel beim Wegwischen keine Sauerei veranstaltet, sollte hier wirklich zugreifen. Ob nun auf Geschwindigkeit gespielt, oder einfach nur so nebenbei … es war immer ein Erfolg bei den Kids am Tisch. Und versucht als Erwachsene mal das mit den vertauschten Deckeln… da wirste irgendwann kirre. Schöner Partyspaß.

Credits

Game Factory
Author: Erwan Morin
Grafik: Robin Rossigneux
2-5 Spieler
ab 5 Jahre
ca. 15 Minuten

Preis

ca. 14€ (Stand September 2018)