#15 Papa spielt … Karuba

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Karuba von Haba

Moooment, Papa spielt ein HABA Spiel? Die sind doch nur was für die ganz Kleinen. Kinderspiele eben.
Seit der Messe in Essen letztes Jahr stimmt das nicht mehr. Haba ist dort mit drei optisch sehr ansprechenden Familienspielen an den Start gegangen. Eines davon ist Karuba.

Der Author Rüdiger Dorn entführt uns in dem Spiel auf eine unerforschte Insel. Die vier Forscher müssen sich Wege durch den Urwald bahnen. Dabei entdecken Sie mit Glück Gold und Edelsteine oder versteckte Tempel.

In dem Spiel Karuba bekommt jeder Spieler exakt die selben Spielmaterialien, die er offen vor sich auslegt. Das ist ein Spielertableau, dass die Insel repräsentiert, 36 Dschungelplättchen, vier Forscher und vier Tempel in je vier Farben.

Alle bis auf einen Spieler, legen die Dschungelplättchen offen vor sich aus, ein Spieler mischt alle Plättchen und legt diese verdeckt in Stapeln vor sich ab.

Während des Spiels hat jeder Spieler die selbe Ausgangssituation und versucht mit den vier Abenteurern Wege zu den vier farblich entsprechenden Tempeln zu legen. Dabei verwendet jeder Spieler immer das Plättchen, mit der angesagten Zahl, vom Spieler mit den verdeckten Stapeln. Während des Spiel wird so jedes Plättchen irgendwann aufgerufen und jeder Spieler wird einen anderen Weg durch den Dschungel bauen. Plättchen, die der Spieler nicht auslegen möchte, kann er verwenden, um seine Abendteurer eine bestimmte Anzahl von Schritten zu bewegen.

Das Spiel ist ein Wettlauf zwischen den Spielern, zuerst an den Tempeln anzukommen, dann gibt es die hohe Punktzahl. Wer später ankommt, bekommt weniger. Unterwegs können die Spieler noch Gold und Diamanten einsammeln, die zusätzliche Punkte einbringen.

Gewonnen hat am Ende der Spieler, mit den meisten Punkten.

Das Spiel Karuba ist eine Reimplementierung eines älteren Spiels Take it Easy! aus dem Jahre 1983.

Karuba - Spielmaterial

Varianten:

keine

Fazit zu Karuba:

Material/Komponenten

Das gesamte Spielmaterial ist optisch sehr ansprechend. Die Edelsteine und Goldklumpen setzen dem optischen Erscheinungsbild noch das Sahnehäuptchen auf. Die Tableaus und die Plättchen sind aus stabiler Pappe. Die Tempel und Forscher sind aus Holz gefertigt.

Alter

Das Alter ist mit ab acht Jahren angegeben. Ich denke, dass es auch mit jüngeren Spielern funktionieren kann. Aber das Spiel erfordert eine gewisse Vorraussicht und ein Gefühl dafür, wann das Spiel enden wird, da sonst die Forscher nicht rechtzeitig bei den Tempeln ankommen werden. Das Spiel selbst machte bisher aber Spielern in jeder Altersklasse Spaß.

Regelheft

Das je siebenseitige Regelheft ist zweisprachig (deutsch/englisch) und klar und deutlich geschrieben. Beispiele verdeutlichen nochmal einige Regeln.
Damit bleiben keine Fragen offen.

Empfehlung

Zwei Daumen nach oben. Das Spiel trifft exakt unseren Spielegeschmack. Es ist in fünf Minuten erklärt und zügig gespielt. In jeder Runde ist jeder Spieler parallel involviert, so dass es nicht zu Wartezeiten für die Spieler kommt. Zudem ist das Spiel eigentlich ein abstraktes Spiel, aber das Thema ist durch die Illustrationen und das Material ständig präsent.

Das Spiel kam bisher bei allen Mitspielern gut an. Darunter waren Kinder, Jugendliche und Spieler, die eher selten ein Spiel anfangen.
Das ist ein großer Pluspunkt, und sorgt tatsächlich dafür, dass es immer wieder auf den Tisch kommt. Das Siegel auf der Box „Spieleabend approved“ können wir unterschreiben.

Die wenigen Kritikpunkte, die man in anderen Rezensionen lesen kann, können wir nicht bestätigen. Das Spiel hat einen großen Wiederspielreiz, denn die Plättchen, Forscher und Tempel sind in jedem Spiel in anderen Konstellation oder Reihenfolge anzutreffen.
Auch die Kritik, dass Spieler ihre Züge bei anderen Spielern abschauen könnten, ist bei uns noch nie aufgetreten. Die Spieler sind meist zu konzentriert, ihre eigene Strategie zu verfolgen, als bei den Anderen zu schauen. Zwischen den Zügen blinzelt man immer mal wieder zum Nachbarn, aber da wird auch schon die neue Nummer ausgerufen.

Das Spiel hat uns bisher wirklich jede Menge Freude bereitet. Es ist jedem Mitspieler zugänglich und spielt sich in einer angenehmen Zeit. Meist wird eine zweite Runde gefordert.
Das Schönste sind die Momente, wenn jemand feststellt, dass er seinen Forscher nicht bewegen darf, da er seinen Forscher mit einem anderen Forscher geblockt hat, oder wenn sich jemand eine bestimmte Nummer wünscht. Diese aber wieder und wieder nicht gezogen wird. Zudem ärgern sich Spieler immer wieder über eine kleine Regel, die das Salz in der Suppe sind; die Plättchen dürfen nicht gedreht werden, die Zahl muss immer korrekt zum Spieler zeigen. Oft hat man ein Plättchen, das gedreht perfekt passen würde, aber genau das darf man eben nicht.

Spannend ist es immer wieder zu entscheiden, verwende ich das Plättchen nun, um weiter zu bauen, oder verwende ich es, um zu laufen. Wie weit sind die anderen mit den Forschern schon zum Tempel vorgedrungen, verzichte ich lieber auf einen Tempel und sammle stattdessen mehr Diamanten? Das sind jede Menge Überlegungen die das Spiel alles andere als zu einem Solospiel machen. Es gibt sozusagen jede Menge Interaktion im Spiel.

Für uns eines der besten Spiele 2015. Ein Spiel für die ganz Familie.

Schachtelinhalt

4 Inseltableaus
64 Kristalle
12 Goldnuggets
16 Tempelschätze in 4 Farben
4 Abenteurer in 4 Farben
4 Tempel in 4 Farben
144 Dschungelplättchen (36 je Spieler)
1 Spielanleitung

Credits

HABA
Author: Rüdiger Dorn
Grafik: Claus Stephan
2-4 Spieler
ab 8 Jahre
ca. 40 Minuten

Preis

25-30€ (Stand Februar 2016)

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