#153 Knopf spielt … IceCool 2

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Das Spiel hatten wir doch schon, sehe ich doppelt? Ja und Nein.
IceCool 2 ist im Kern nix Anderes als IceCool. Das Spielprinzip bleibt im Grundspiel identisch, doch es wurde ein Spielmodus hinzugefügt, der beide Spiele kombiniert und daraus ein Schnipp-Rennspiel macht. Es sind verschiedene Parcours im Regelheft abgedruckt, welche sowohl für das Grundspiel zu nutzen sind, als auch für den neuen Modus.
IceCool 2
Im Rennspiel muss jeder Spieler zwei Pinguine ins Ziel bringen und auf dem Weg seine 4-6 Fische einsammeln. Wer das zuerst schafft, gewinnt die rutschige Jagd.
IceCool 2

Knopf-Reaktionen:

Wir brauchen uns über den WOW-Faktor keine Gedanken machen. Der war sofort da. Wann immer es die Zeit zulässt, und wir spielen wollen, schlägt er aktuell IceCool vor. Wir sind immer noch weit entfernt von Trickshots aber das Jubeln ist laut, gelingt ein zufälliger Schnipp, der den Wabbelpinguin durch 2-3 Türen schubst. Auch bietet ihm der große Plan mehr Freiraum zum üben von geraden und gekurvten Schnipsern. Ein großartiges Duellspiel gegen Papa 🙂 Und am Ende sind die Pinguine auch immer noch ein schönes Spielzeug, um sich danach auszutoben und in dem Räumen auf Entdeckungstour zu gehen. Er entdeckt immer neue Details der Illustrationen. Toll gemacht.

Fazit zu IceCool 2:

Ich mag das Grundspiel. Auf dem großen Plan ist es mir allerdings zu lang und mit vielen Personen hab ich es noch nicht gespielt, da es jetzt ja acht Spieler zulässt. Irgendwann passiert das vielleicht.

Aber das Rennen ist großes Kino. Je nach Skill, geht es sehr schnell und so können mehrere Runden nacheinander gespielt werden. Die Regeln sind super simpel, so dass wirklich JEDER mitspielen kann… gewinnen steht dann auf einem anderen Blatt.
IceCool 2
Aber ich habe nicht nur Lob für IceCool 2 übrig. Verglichen mit der ersten Ausgabe der deutschen Amigo Edition (vielleicht hat sich hier inzwischen was geändert) stellt man eine deutliche Verringerung der Materialqualität fest. Das Ausfälligste: Die Fische sind nicht mehr aus Holz, sondern aus Plastik. Das könnte ich verstehen, vermutlich dank der Pastellfarben (die vermutlich für Farbenblinde gut zu unterscheiden sind). Was ich aber nicht verstehe: Warum musste man das Farbschema der Eisflächen in den Kartons so sehr verändern, dass es wirklich jedem auffällt. Positiver Nebeneffekt, das Aufräumen geht schneller.

Die Kartons sind auch dünner geworden und gerade mit Kindern hab ich jetzt die Befürchtung, dass ein Tor ausreißt. Ich frage mich bei sowas immer: wieso macht man das? Ist es so viel günstiger, oder wird schlicht dafür gesorgt, dass man auch später die Spiele verlustfrei bei Toy’r’Us für 9,99€ (Preis vor Weihnachten für IceCool 2 In Karlsruhe) verkaufen kann? Ich hoffe nicht, dass die Schnäppchenbegeisterung der deutschen Brettspieler der Grund ist, dass ich 30€ für ein materialoptimiertes Spiel bezahlt habe.

IceCool 2

Bei aller Kritik bleibt die Idee und das Spiel großartig. Es ist Spaß direkt nach dem Auspacken, diese Pinguine sind der Hit. Ganz besonders gefallen mir auch die Spielpläne, in denen Boxen verschoben werden können. So sehr, dass ich mir tatsächlich überlege nochmal den ersten Teil zu kaufen, um mit jeweils zwei der Pinguine in der gleichen Farbe spielen zu können. Und größere Spielpläne… wer kann da schon was dagegen haben, außer meinen Knien. Denn dann muss auf dem Boden gespielt werden.

Also absolut lohnender Zukauf, speziell, wenn man die erste Ausgabe schon hat. Wenn nicht, sucht euch die Farben aus, die euch am besten gefallen… Pastell- oder Grundfarben.

Credits

Amigo
Author: Brian Gomez
2-8 Spieler
ab 6 Jahre
ca. 15-30 Minuten

Preis

ca. 25€ (Stand Januar 2019)