#23 Papa spielt … Codenames

      2 Kommentare zu #23 Papa spielt … Codenames

Codenames

Psst… Regenschirm 2

Was ist denn jetzt los? Seit wann spielt Papa denn Partyspiele, und was soll dieses Gestammel?

Zuerst, vergesst erstmal alles, was Ihr über die üblichen, peinlichen Partyspiele wie „Privacy“, „Activity“ oder „Tabu“ wisst. In Codenames macht sich keiner zum Affen, es werden keine persönlichen Details eures Privatlebens veröffentlicht und ihr müsst keinen Kopfstand machen.

Codenames ist ein Partyspiel, der anderen Art, in dem zwei Teams gegeneinander antreten. Jedes Team wählt einen Geheimdienstchef/Tippgeber, und diese setzen sich nun den beiden Rateteams gegenüber. Eine Codekarte bestimmt den Startspieler, und welche Karten, des ausliegenden 5-mal-5 Rasters, das jeweilige Ermittlerteam zu erraten hat.

Das Team, das zuerst seine zugewiesenen Begriffe erraten hat, hat gewonnen.
Halt stop, so einfach ist es nicht.

Die Geheimdienstchefs müssen versuchen die Begriffe zu gruppieren, und dürfen je Runde genau einen Tipp abgeben. Der Tipp darf aus exakt einem Wort und einer Zahl bestehen. „Holz 2“ wäre ein tolles Codewort für Brett und Baum. Doof wenn auch noch eine Bank als Wort ausliegt, und dieses Wort ein neutrales, ein gegnerisches oder schlimmstenfalls, der Attentäter ist. Sollte ein Team jemals auf den Attentäter tippen, hat das Team sofort verloren. Ziel der Tippgeber sollte sein, die Worte in möglichst große Gruppen zusammenzufassen.

Codenames

Varianten:

Die Spielregeln beschreiben noch das Spiel zu zweit oder zu dritt. Diese Zusatzregeln ergeben eine etwas merkwürdige kooperative Variante, in der man zusammen auf eine möglichst gute Punktzahl spielt. Ein Spieler ist Tippgeber, der Rest ermittelt. Dabei ermittelt sich die Punktzahl aus den gespielten Runden. Das virtuelle gegnerische Team deckt jede Runde einen Begriff ab.
Bei drei Spielern können zwei Ermittler auch gegeneinander antreten.

Fazit zu Codenames:

Material/Komponenten

Codenames kommt mit 200 Karten, die beidseitig mit 400 Codeworten bedruckt sind. 40 Codekarten, die in 4 verschiedenen Orientierungen eingesetzt werden können, und 25 stabile Abdeckplättchen, die die verschiedenen Treffer markieren, bilden das Grundfundament des Spiels. Es ist zwar noch eine billig produzierte Sanduhr dabei, die wir aber noch nie eingesetzt haben. Diese soll bei zu langen Denkpausen zum Einsatz kommen.
Das Material macht einen tollen Eindruck, die Codekarten können von beiden Tischseiten gelesen werden, und sehr praktisch, einfach für eine zweite Spielrunde umgedreht werden.

Alter

Auf der Packung ist 14+ angegeben. Hier kann man nur raten, wieso das so ist. Denn es gibt keinen Grund, das Spiel nicht auch mit sehr viel jüngeren Spielern zu spielen. Wer lesen kann, kann dieses Spiel spielen.

Regelheft

Toll geschriebenes Regelheft. Viele Beispiele verdeutlichen, wie die Hinweise aussehen dürfen, was zu vermeiden ist, und wie das Spiel noch etwas spannender gemacht werden kann. Aber im Prinzip kann man auch nach seinen eigenen Hausregeln spielen. Wir zum Beispiel erlauben Tipps wie „Brandenburger Tor 2“, oder „Robin Hood 3“. Eigentliche ein Wort zuviel, aber solange es bekannte Personen und Bauwerke sind, ist es okay.

Empfehlung

Das Spiel ist eine uneingeschränkte Empfehlung von uns. Zwei dicke Daumen nach oben. Das Spiel macht in vieler Hinsicht alles richtig. Es ist schnell erklärt, es ist schnell gespielt, es hat fast unendliche Wiederspielbarkeit, und scheinbar unendliche Kombinationen von Codeworten und Codekarten. Dazu kommt, dass es mit fast jeder Spieleranzahl spielbar ist, es keine 15 € kostet und sowohl für die Ermittler, die untereinander diskutieren, als auch für die Geheimdienstchefs einen Reiz geben, die Tipps in möglichst Gruppen herauszugeben.
Im Spiel ist es fast unerheblich, wer gewonnen hat, und wer nicht, und jedesmal, wenn der Attentäter erwischt wird, ist die Schadenfreude sicher. Zudem ist bisher noch keine Runde alleine geblieben, das Spiel schreit direkt nach einer neuen Runde. Also Vorsicht, wenn man das Spiel auf den Tisch bringt. Wenn danach noch was anderes geplant ist, kann das auch schon mal ausfallen.

Ich kann jedenfalls keinen Haken an dem Spiel finden, und es wird wohl sehr lange noch bei uns bleiben, und immer wieder gespielt werden. Am Ende würde es mich nicht wundern, wenn das Zeug zum Spiel des Jahres 2016 hätte.

Codenames

Schachtelinhalt

16 Agentenfarben in zwei Farben
1 Karte Doppelagent
7 Karten unbeteiligte Zuschauer
1 Karte Attentäter
40 Codekarten
1 Standfuß
1 Sanduhr
1 Spielanleitung

Credits

CGE
Author: Vlaada Chvátil
Grafik: Tomáš Kučerovský
2-8+ Spieler
ab 14 Jahre
ca. 15 Minuten

Preis

14€ (Stand Februar 2016)

2 thoughts on “#23 Papa spielt … Codenames

  1. Pingback: #23 Papa spielt … Codenames - Brettspielfeed

  2. Herr Wagner

    Codenames ist wirklich saugut. Ich rechne auch fest mit einer Nominierung für das Spiel des Jahres.

    Due Beaprechung spiegelt auch gut das Spielgefühl wieder. 🙂

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.