#41 Papa spielt … Gauner raus!

Gauner raus
Gaunerfänger, Deduktionsprofis und Knobler aufgepasst! In diesem Artikel will ich euch „Gauner raus!“ vorstellen, und werde für dieses kleine Knobelspiel ein wenig vom Standardformat abweichen. Es gibt nur wenige Regeln, aber sind meiner Meinung nach kaum vermittelbar, wenn man das Material nicht vor sich liegen hat. Ich werde deshalb nur grob auf die Spielregeln eingehen.

Jeder Spieler bekommt, abhängig von der Spieleranzahl, eine bestimmte Anzahl von Karten ausgeteilt. Danach werden die ersten Basisinformationen von allen Spielern auf deren Blöcken ermittelt. Dann beginnt das Spiel.

Ziel bei „Gauner raus!“ ist es, die Handkarten der Gegenspieler zu erraten. In jeder Runde werden zuerst die beiden Würfel geworfen. Sowohl der Farbwürfel, als auch der Buchstabenwürfel deuten auf ein Feld des 6×6-Rasters auf dem Spielblock. Der Spieler zählt nun die jeweiligen Farben und Buchstaben aller Handkarten und der bereit abgelegten Gaunerkarten, und trägt diese Zahl in das Feld ein. Dabei muss dringend darauf geachtet werden, dass bei einem Wurf: Gelb-B, die gelbe B-Karten nur einmal gezählt wird, und nicht einmal für eine gelbe Karte und einmal für das C.
Damit haben die Gegenspieler also die Information, wie viele Gelbe oder C-Karten der Spieler in seiner Hand hat.
Jetzt darf der aktive Spieler die Raster der Gegenspieler betrachten, und versuchen eine Karte zu erraten. Trifft er nicht, wird das im Zielraster vermerkt und sein Zug endet. Trifft er eine Karte muss der Gegenspieler diese Karte ablegen und auf seinem Plan markieren. Alle anderen Spieler machen auf ihrem Raster kenntlich, dass sie die Karte nicht besitzen. Alle Karten im Spiel sind nur einmal vorhanden.
Es darf nun weiter geraten werden, bis der Spieler entweder nicht trifft, oder er vergisst eine Zahl einzukreisen, die in der Spalte oder Zeile keine weiteren möglichen Treffer mehr zulässt. Auf das Einkreisen müssen allerdings die Mitspieler hinweisen. Für jede richtig geratene Karten bekommt der Spieler einen Punkt. Das Spiel endet, wenn der erste Mitspieler seine letzte Karte ablegen musste.

Gewonnen hat der Spieler, mit den meisten Punkten.

Gauner raus

Fazit zu Gauner raus!:

Material/Komponenten

Wie immer bei den drei Hasen ist die Materialqualität hervorragend. Die Karten machen einen sehr robusten Eindruck. Nur der Spielblock wird vermutlich bald aufgebraucht sein. Also entweder Druckvorlage herunterladen, oder schnell noch ein paar Blätter laminieren.

Alter

Das Spiel ist ab 10 Jahren. „Gauner raus!“ hat das bei uns nur in Erwachsenenrunden funktioniert. Nicht, dass es spielmechanisch zu komplex ist, sondern es ist unbedingt notwendig, dass sich keiner verzählt, oder falsch notiert.

Regelheft

Ich habe die Regeln mehrfach gelesen, und habe den Mechanismus des Einkreisens einfach nicht verstanden. Erst in der ersten Proberunde, mit Block, Stift und offenen Karten, wurde mir klar, worum es geht. Keine Ahnung, ob das einfach nur eine Blokade bei mir war, oder hier doch eventuell deutlicher beschrieben werden sollte.

Empfehlung

Uns hat „Gauner raus!“ eigentlich ganz gut gefallen. Allerdings ist uns der Deduktionsteil dann doch zu simpel. In fast allen Spielrunden hatte jemand in der dritten, spätestens vierten Runde die Hand eines Mitspielers komplett ermittelt. Speziell in der Variante mit zwei Spielern ist es doch sehr linear, und oft hat einer der Mitspieler keine Chance das Spiel zu gewinnen. Mit mehr Spielern bleibt der Deduktionsteil zwar der Gleiche, nur das Spiel mit den Siegpunkten bringt etwas Würze ins Spiel. Doch das Spiel ist kurz genug, um es einige Male hintereinander zu spielen.
Das Spielgefühl ist irgendwo zwischen Schiffe versenken, Sudoku und MineSweeper, was uns gut gefallen hat. Wir sind aber fast alles Informatiker, die täglich mit logischen Rastern und Kombinatorik zu tun haben, und sind somit sicherlich nicht das Zielpublikum.
Zu den Regeln habe ich ja bereits schon geschrieben, dass ich beim Erklären eigentlich immer Zettel, Stift und die Karten brauchte, damit dann jeder auch alles mitbekommen hat. Es ist einfach Schade, wenn es bei der Spielerklärung zu Missverständnissen kommt, und ein Mitspieler dann eine falsche Zahl einträgt. Damit wird so eine Spielrunde schon mal verhunzt. Die Anleitung rät zwar, einfach zu korrigieren, und weiter zu spielen, kam aber bei uns nie in Frage. Es ist definitiv ein Spiel für den Anfang des Spieleabends, und kein Spiel für den Absacker, wenn es um die Aufmerksamkeit geht.

„Gauner raus!“ ist an sich kein schlechtes und auch kein völlig banales Spiel. Nur leider kam es in unseren Runden nicht ganz so gut an, wie ich mir vom Spiel erhofft hatte.
Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass es für jemanden, der weniger Übung im Lösen solcher Puzzle hat, doch sehr herausfordernd werden kann. Mein Empfehlung, einfach mal ausprobieren.

Schachtelinhalt

36 Gaunerkarten
1 Deduktionsblock
1 Farbwürfel
1 Buchstabenwürfel
1 Spielanleitung

Credits

Drei Hasen in der Abendsonne
Author: René Puttin
Illustratoren: Rolf Arvi Vogt
2-4 Spieler
ab 10 Jahre
ca. 15 Minuten

Preis

ca. 15€ (Stand Juni 2016)

Ich bedanke mich bei Drei Hasen in der Abendsonne für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Mein Artikel wurde durch die Bereitstellung nicht beeinflusst und spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder.

2 thoughts on “#41 Papa spielt … Gauner raus!

  1. Pingback: Gauner raus | Spielen in Randerath

  2. Boudie

    Ich habe „Gauner raus“ auch gerade auf den Tisch gebracht. Als große Rätselfreundin hat es mir auch sehr gut gefallen – einem Freund aber so gar nicht. Er ist partout nicht dahinter gekommen, was ihm die Zahlen auf dem Spielplan sagen sollen. Für Spieler, die gerne knobeln und kombinieren ist das Spiel ein super Tipp – alle anderen werden wahrscheinlich keine große Freude damit haben!

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