#44 Knopf spielt … Die Jagd nach dem verschollenem Schatz

Die Jagd nach dem verschollenem Schatz
Brettspielsammler, Eltern und Knitter-Phobiker müssen jetzt sehr stark sein. In „Die Jagd nach dem verschollenem Schatz“ werden Spielmaterialen abgerissen, verknüllt und geknittert und dann mit Stempeln bearbeitet. Was für den Einen reiner Horror ist, ist für gemeine, schatzraubende Piraten genau das Richtige.

Zunächst, wie gesagt, eine Schatzkarte von Spielblock nehmen, und jeder darf das Papier so fest verknüllen, wie es nur geht…ARRR. Dann darf ich das Papier wieder etwas glatt streichen, und es geht mit dem Schatz-Stempel reihum, bis zehn goldene Schatztruhen auf dem Spielplan verteilt sind. Nun sucht sich jeder Pirat eine Stempelfigur aus und bekommt das zugehörige Stempelkissen. Ab sofort ist die Tischdecke in höchster Gefahr….Harr Harr.
Nun legt der Startspieler den Würfel auf die Karte, stülpt den Becher darüber und fährt wild umher, sucht sich einen Sachatz aus, und bedeckt diesen mit dem Becher. Der Würfel zeigt nun entweder einen Säbel, eine Schatzkiste oder einen schwarzen Piraten.
Der Säbel bedeutet, dass der Spieler eine Marke mit seinem Piratenstempel auf dem Schatz setzen darf. Die Schatztruhe bedeutet, dass ein neuer Schatz auf die Karte gestempelt wird, und die schwarze Flagge ist der böse schwarze Pirat, der uns die Schätze raubt.
So wird gespielt, bis jeder Schatz geborgen ist. Am Ende hat der Pirat gewonnen, der die meisten Schätze für sich beanspruchen konnte.
Die Jagd nach dem verschollenem Schatz

Knopf-Reaktionen:

Viel muss ich nicht sagen. Der Knopf liebt alles, was mit Piraten und einer potentiellen großen Sauerei zu tun hat. Die Stempelkissen laden förmich dazu ein, den Daumen reinzudrücken, oder wie ein Mitspieler es umsetzte, gleich den ganzen Ellenbogen. Sonst ist es ihm eigentlich völlig egal, ob er nun einen Schatz markieren darf, einen Neuen stempeln oder die Piratenflagge setzen darf. Letztere ist sogar teilweise stark bevorzugt, da man den Stempel wirklich deutlich sieht. Und gerne beansprucht der Knopf am Ende auch die schwarzen Flaggen, denn er wählt immer den blauen Stempelpiraten, und der hat schliesslich auch eine schwarze Mütze auf.

Die Jagd nach dem verschollenem Schatz

Fazit zu Die Jagd nach dem verschollenem Schatz:

Material/Komponenten

Die Stempel sind großartig gestaltet, auch wenn man Einige besser sieht als Andere. Gerade die gelbe Farbe ist natürlich etwas im Hintergrund. Auch das Gold für die Kisten ist nicht immer so deutlich, wie man sich es wünschen würde. Der Stempelturm ist ne geniale Idee, die bunten Kissen aufzubewahren. Und toll, dass man daran gedacht hat, die Piratenstempel auch wieder zumachen zu können. Das hat man leider bei dem Totenkopf und Schatzstempel nicht getan, was in der gelieferten Tüte natürlich für ne Sauerei sorgt. Man muss die beiden Stempel wirklich gut sauber machen, bevor man sie wieder einpackt, wenn man nicht beim ersten Griff selbst schwarze Finger haben möchte.
Jetzt aber zur Beruhigung; die Farben lassen sich sowohl von der Haut als auch aus Kleidung gut entfernen. Auch das haben wir als verantwortungsvolle…hust…Spieler ausprobiert.
Nach gut zehn Partien halten die Stempelkissen immer noch genug Farbe, dass gespielt werden kann. Aber bitte lieber Verlag, erspart mir bitte das Belkleben von dem Würfel. Ich kann das nicht. Da musste Mami aushelfen.

Alter

Die Box signalisiert, das Spiel ist ab sechs Jahren. Der Grund liegt hier sicher nicht in der Komplexität, sondern daran; ab welchen Alter kann ich die Kinder alleine damit lassen, ohne nach zehn Minuten Stempel an der Wand zu haben. Das Spiel ist locker leicht ab drei Jahren spielbar.

Regelheft

Das Regelheft ist nur ein kleines Blättchen, aber erfüllt seinen Zweck. Der Tipp, das Spiel auf Altpapier und Briefrückseiten zu spielen, wird auch den letzten Kritiker stumm werden lassen, der nach einem Ersatzblock schreit.

Empfehlung

„Die Jagd nach dem verschollenem Schatz“ ist wirklich mal wieder was völlig Anderes. Wir haben wirklich Spaß am Stempeln und der Einfachheit des Spiels. Klaro, dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass die Siegchancen ganz und gar vom Würfelglück abhängen, aber wen kümmert das denn? Es darf gestempelt werden, und das liebt jedes Kind. Auch das Verknüllen ist prima, da Papa ja sonst immer darauf besteht, alles mit Samtpfoten anzufassen.
Eine tolle Spielidee mit hübschen Spielmaterial umgesetzt. Das Ganze auch noch für schmales den schmalen Geldbeutel. Zwei Stempeldaumen nach oben. Das mit der Sauerei, darf natürlich nicht zu Ernst genommen werden. Hier haben Kinder ja jede Menge andere Möglichkeiten, die sie auch haben sollen. Das jedenfalls sollte Euch nicht davon abhalten, diesem tollen Spiel eine Chance zu geben.

Die Jagd nach dem verschollenem Schatz

Schachtelinhalt

4 Piraten-Stempel
1 Schatzkisten-Stempel
1 Piratenflaggen-Stempel
6 Stempelkissen
1 Würfel
1 Würfelbecher
1 Spielblock
1 Spielanleitung

Credits

Moses Spiele
Author: Anja Dreier-Brückner und Liesbeth Bos
Illustratoren: Johanna Fritz
2-4 Spieler
ab 6 Jahre
ca. 10 Minuten

Preis

ca. 14€ (Stand Juni 2016)

Ich bedanke mich beim Moses Spiele für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Mein Artikel wurde durch die Bereitstellung nicht beeinflusst und spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder.

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