#47 Knopf spielt … Glupschgeister

Glupschgeister
Kennt ihr Bob, Lisa, Maggie, Al, Luc und Don? Das sind kleine Glupschgeister, die am Grund der Tiefsee ihr Unwesen treiben, oder besser sie treiben mit ihrem Tun, den grimmigen Krakengeist Ed in den Wahnsinn. Er wirbelt die Geister herum und ihr müsst helfen die Glupschgeister zu finden. Gar nicht so einfach. Warum und wieso eine Brandwarnung in der Anleitung steht, beschreibe ich Euch im folgenden Text.

In Glupschgeister werden alle Geister auf der Drehscheibe verteilt, so dass sie nicht überlappen. Dann wird die Platte mit einem Deckel abgedeckt, und dann die Gucklöcher mit den Vergrößerungslinsen zu gemacht. Der Startspieler würfelt und dreht die Krake um so viele Glubschgeister im Sichtfenster weiter, wie der Würfel vorgibt. Alle schauen sich den Geist an, der zu sehen ist, und rufen seinen Namen. Jetzt sind alle Spieler gleichzeitig dran. Sie schauen aus allen Blickrichtungen in die Seefenster und versuchen einen oder mehrere der gesuchten Geister zu finden. Werden sie fündig, oder glauben was gesehen zu haben, legen sie schnell ihren Seestern auf das Fenster. Dieses Fenster dürfen die anderen Spieler nun nicht mehr wählen. Wenn jeder seinen Stern abgelegt hat, wird nach den Geistern gefischt, beginnend beim Spieler der gewürfelt hat. Ist der gesuchte Geist zu sehen, darf er sich diesen Fang nehmen; Geister die nur teilweise im Guckloch zu sehen sind, dürfen verschoben werden. So kann ein Spieler mehrere Geistern fischen, oder einem Nachbarn einen Geist wegschieben. Gewonnen hat der Geisterjäger, der zuerst neun Geister in seinem Glupschgeisterversteck gesammelt hat.

Varianten:

Profivariante

Wenn alle bis auf einen Spieler ihre Seesterne gelegt haben, zählen alle bis zehn. In dieser Zeit muss der letzte Spieler sich entscheiden, oder geht eben leer aus.

Gemeiner Krakengeist

Es gibt noch Krakengeistplättchen, wenn man eines dieser Plättcher herausfischt, muss man alle Geister die man davor gesammelt hat, wieder zurücklegen. Das ist eine enpfohlene Variante, wenn Eltern mit Kindern spielen; diese Regel wenden dann nur die Eltern oder Erwachsenen an.

Knopfvariante

Wir spielen es oft zu zweit, hier legen wir abwechselnd je einen, unser zwei Seeseterne, auf die Sichtfenster. Jeder bekommt in der 2-Spieler Variante zwei Seesterne.

Knopf-Reaktionen:

Wir benennen das Spiel ab sofort um, das Spiel heißt nun: Bob das Brettspiel. Ich fand diese Namen der Glupschgeister erst ziemlich doof, und habe nicht gedacht, dass es so wichtig ist, diese Namen zu verwenden. Da habe ich aber die Rechnung ohne den Knopf gemacht. Er hat sich direkt nach dem ersten Spiel alle Namen gemerkt, und ich glaube Bob, der Kugelfisch, hat es ihm besonders angetan. Das Positive, wir haben es nun sehr einfach auszusprechen, um welchen Geist es geht. Im Spiel stellt er sich eigentlich sehr geschickt an, auch wenn manche Geister wirklich schwer zu erkennen sind, wenn man sie durch die Seedeckel anschaut. Was ganz gemein ist, die Glupschgeister liegen nicht nur als Plättchen auf der Drehscheibe, sondern sind auch auf die Scheibe aufgedruckt. Hier fällt dem Knopf die Unterscheidung doch noch arg schwer.

Glupschgeister

Fazit zu Glupschgeister:

Material/Komponenten

Fangen wir mit der Box und den Grafiken an. Super schön. besonders die Illustrationen auf der Schachtelaußenseite sind toll, und werden vermutlich oft übersehen. Hier lohnt sich ein Blick. Die Geister sind lieb illustriert, und wieder einmal integriert Kosmos die Box toll ins Spiel. Alles kann nach dem Spiel unter der Drehscheibe verstaut werden, so dass garantiert nichts herausfallen kann. Die Seesterne sind aus einen Schaumstoff, den man nicht zu sehr malträtieren darf, fallen aber aufgrund der Materialeigenschaften nicht so schnell von den Seedeckeln herunter, wenn ein anderer Geisterjäger einen Platz etwas stürmisch markiert. Nun zu den Glupschfenstern, oder auch Seedeckel genannt. Die Dinger haben eine tolle Verzerrung, so dass es auch für Erwachsene nicht ganz einfach ist, die Geister zu erkennen. Zudem ändert sich die Ansicht, je nach Richtung die man zum Durchschauen wählt. Hier kommt jetzt auch die Brandwarnung. Die Linsen haben wohl einen Bündelungseffekt, dass man sie nicht unbeaufsichtigt in der Sonne liegen lassen soll. Mein naturwissenschaftliches Ich wartet jetzt natürlich auf den nächsten Sonnentag, und will das ausprobieren. Aber lassen wir das.
Also besser drinnen Spielen, und die Sachen nach dem Spiel wieder aufräumen. Also das was Papa immer predigt…
Das Material ist sehr wertig und der Drehmechanismus macht einen soliden Eindruck, dass er sicher so schnell keinen Schaden nehmen wird.

Alter

Das Spiel ist laut Packung ab Fünf. Ich sehe keinen Grund warum das Spiel nicht auch schon mit jüngeren Spielern gespielt werden sollte. Bei uns klappt es jedenfalls sehr gut, man muss vielleicht nur etwas mehr Zeit zum Suchen geben. Was jedenfalls sehr positiv ist, das Spiel kam bei älteren Kids und Erwachsenen auch gut an. Es kam jedenfalls keine Langeweile auf.
Glupschgeister

Regelheft

Das Regelheft nicht gleich weglegen, denn auf der Frontseite sieht man die Namen der Geister. Und das die dann doch wichtiger sind, als Papas glauben, hab ich ja schon geschrieben. Sonst ist das Regelheft zweckmäßig und gut geschrieben.
Glupschgeister

Empfehlung

Vielleicht kann man es erahnen, aber Glupschgeister bekommt von uns als ganze Familie eine Empfehlung. Es macht auch als Großer Spaß die Geister zu suchen. Der Glücksfaktor ist dann auch noch so groß, dass wirklich jeder die selbe Chance auf einen Sieg hat. Ich denke sogar, die Kleinen haben einen Vorteil mit ihren kleinen Fingerchen, denn sie angeln auch noch Geister hervor, wo ich mit meinen dicken Fingern nicht drankomme, oder sie eher weg schiebe. Optisch ist das Spiel natürlich auch ein totaler Hingucker, und dank Bob dem Kugelfisch spielen wir es wirklich oft. Bisher kam bei mir auch noch keine Müdigkeit auf, was immer ein gutes Zeichen ist.
Sicherlich spielt die Sitzposition eine Rolle, wer zuerst etwas entdeckt, aber jedes Mal, nach dem Rufen des Namens wird es plötzlich ganz still und jeder sucht aufmerksam nach den gesuchten Geistern. Am Ende gibt es dann Freude und Schadenfreude am Tisch, wenn vielleicht ein Anderer die Geister des Anderen verschoben hat, oder erst überhaupt eines zum Vorschein gebracht hat. Eine gute Mischung für ein gutes Familienspiel.
Glupschgeister

Schachtelinhalt

1 Spielplan mit Drehmechanismus in der Box
60 Glupschgeisterplättchen
3 Krakengeistplättchen
1 Würfel
4 Seesterne
14 Seedeckel
1 Spielanleitung

Credits

Kosmos Verlag
Author: Jens-Peter Schliemann, Bernhard Weber
Illustratoren: ANOKA Design Studio
2-4 Spieler
ab 5 Jahre
ca. 20 Minuten

Preis

ca. 25€ (Stand Juli 2016)

Glupschgeister

Ich bedanke mich beim Kosmos Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Mein Artikel wurde durch die Bereitstellung nicht beeinflusst und spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder.

2 thoughts on “#47 Knopf spielt … Glupschgeister

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