#49 Papa spielt … Fünf Gurken

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Fünf Gurken
Keine Sorge, es wird keine saure Gurkenzeit auf Knopfspiele geben. Fünf Gurken ist ein einfaches Stichspiel mit einem ausgefallenem Thema von Friedemann Friese. Kaum zu übersehen, wenn alles in einem Spiel die Farbe Grün trägt. Fünf Gurken ist eine modernisierte Variante eines skandinavischen Stichspiels Names „Agurk“.

Die Karten des Spiel tragen die Werte 1-15 und jede Karte ist genau viermal vorhanden. Jeder Spieler bekommt sieben Karten, die übrigen Karten werden für diese Runde beiseite gelegt.
Der Startspieler spielt eine beliebige Karte. Seine Mitspieler haben nun zwei Möglichkeiten: Entweder spielen sie eine Karte, die gleich hoch oder höher der Startkarte ist, oder sie spielen ihre niedrigste Karte. Die höchste Karte gewinnt den Stich.
Der besondere Kniff in Fünf Gurken ist, dass die Stiche nicht zählen, bis auf jeden siebten Stich. Ziel sollte sein, diesen auf jeden Fall zu verlieren. Denn auf den Karten sind 1-5 Gurken abgebildet, und die Karte, mit der man den Stich gewonnen hat, bestimmt die Gurkenanzahl, die sich der „Gewinner“ aus dem Vorrat nehmen muss. Sammelt man seine sechste Gurke ist man raus.
Die anderen Spielen weiter, bis ein Sieger feststeht. Sollte im letzten Stich eine oder mehrere 1-er Karten gespielt werden, muss der „Gewinner“ sogar die doppelte Anzahl an Gurken nehmen. Der „Gewinner“ einer Runde, beginnt die nächste Runde.

Fünf Gurken

Fazit zu Fünf Gurken:

Material/Komponenten

Die Karten haben eine gute Qualität, und das müssen sie auch haben, denn sie werden oft gemischt. Das Highlight sind natürlich die kleinen Holzgurken. Alleine damit hat man seine Mitspieler schon überzeugt, das Spiel wenigstens mal zu versuchen.

Empfehlung

Ich bin normalerweise kein großer Freund von Stichspielen, jedenfalls dachte ich das, bevor ich Fünf Gurken kennengelernt habe. Aber hier macht der 2-F sehr vieles richtig. Es ist sehr simpel, und in ein paar Minuten erlernt und erklärt. Jeder versteht das Spiel sofort, und keiner muss sich merken, welche Karte Trumpf ist und es gibt keinen Bedienzwang, den es bei vielen Stichspielen gibt. Jeder, der das Spiel bei uns zum ersten Mal gespielt hat, hat folgende Strategie verfolgt. Immer die höchste Karte zuerst ausspielen, damit man am Ende eine möglichst niedrige Karte in der Hand hält. Wenn das wirklich die Quintessenz des Spieles wäre, könnte man es sich auch selbst automatisch spielen lassen. Aber in Wirklichkeit macht es oft Sinn, sich eine hohe Karte für einen späteren Stich aufzuheben. Denn am Ende darf ja nur der letzte Stich nicht gewonnen werden, und man will die Mitspieler zwingen, ihre niedrigste Karte möglichst früh zu spielen, wenn sie die gespielte Karte nicht überbieten können.

Fünf Gurken ist für uns ein tolles kleines Kartenspiel, was ich gerne mal in der Hosentasche mitnehme, da man es wirklich mit jedem spielen kann. Es überfordert nicht und die Runden sind schnell gespielt. Selbst wenn ein Spieler die erste Runde nicht überlebt und sofort mit sechs Gurken aussteigen muss, muss nicht lange gewartet werden, bis ein Sieger feststeht. Das Spiel hat durch seine Optik einen hohen Aufforderungscharakter und wird somit immer wieder gerne gespielt. Ich schätze es sehr, dass ich es leicht aus dem Bauch heraus spielen kann, ohne lange grübeln zu müssen. Manchmal ist es einfach auch die Schadenfreude, wenn es einen Mitspieler so richtig erwischt. Fünf Gurken hat mir jedenfalls die Augen geöffnet, dass es da draußen noch andere Stichspiele gibt, als jene, die ich aus meiner Jugend kenne.

Schachtelinhalt

60 Karten
30 Gurken
1 Spielanleitung

Credits

2F-Spiele
Author: Traditionell, arrangiert von Friedemann Friese
Grafik: Harald Lieske
2-6 (8) Spieler
ab 8 Jahre
ca. 20-25 Minuten

Preis

ca. 10€ (Stand Juli 2016)

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