#52 Knopf spielt … Zoowaboo

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Zoowaboo

Eine Seefahrt die ist lustig Eine Seefahrt, die ist schön Denn da kann man fremde Länder Und noch manches andre sehn. Hol-la-hi, hol-la-h Hol-la-hi-a hi-a

Es ist Sommer, und was gibt es Schöneres im Sommer, als baden zu gehen, oder eine Floßfahrt auf dem Fluss zu machen. Tja das Problem ist nur, es kann nicht jeder mit aufs Floß, deshalb hat Kapitän Maus die Aufsicht, und muss drauf achten, das Floß nicht zu überladen.

Ein Floß wird in die Tischmitte gelegt, dann zehn Tierkarten um das Floß verteilt und die entsprechenden Holztiere drauf gelegt. Danach bekommt jeder Mäusekapitän je einen Ja- und einen Nein-Chip. Jetzt müssen die Mäusekapitäne schätzen, ob die zehn Tiere alle liegend in die Aussparung des Floßes passen. Dazu verwenden die Spieler ihre Abstimmungschips, und wählen geheim aus, und decken gleichzeitig auf. Stimme alle mit Ja, wird eine neue Karte dazugelegt, und wieder muss entschieden werden. Stimmen alle mit Nein, wird ein Tier durch ein anderes Tier ausgetauscht.

Sind die Kapitäne sich nicht mehr einig, wird es spannend. Jetzt müssen alle Ja-Sager innerhalb einer Minute versuchen, die Tiere aufs Floß zu legen. Schaffen sie es, bekommen sie die Punkte, wenn nicht, bekommt jeder Nein-Sager die Punkte.
So werden sechs Runden gespielt, wobei in jeder Runde ein anderes Floß verwendet wird, und jede Runde die Punktzahl steigt, die die Sieger bekommen.

Am Ende hat der Kapitän gewonnen, der die meisten Punkte gesammelt hat.
Zoowaboo

Knopf-Reaktionen:

Zoowaboo hat den Knopf doch sehr gefordert, um nicht zu sagen, überfordert. Zugegeben, er ist noch etwas jünger, als das empfohlene Alter, aber hier habe ich seine Fähigkeiten wohl etwas überschätzt. Aber nach einigen Anläufen hat er den Dreh mit dem Schätzen raus. Er hat sich nicht frustrieren lassen, und sich langsam ans richtige Schätzen herangetastet. Doch trotz der tollen Tierfiguren, gehört das Spiel wohl nicht zu seinen Favoriten, da er es doch deutlich seltener aus dem Regal holt, als andere Spiele.

Zoowaboo

Fazit zu Zoowaboo:

Material/Komponenten

Beim Material kann man wieder, wie in jedem Spiel bisher der Pegasus Kinderspielreihe, nur loben. Die Karten sind toll illustriert, die Tierfiguren toll ausgesucht und produziert, und die Pappe für die Flöße und Abstimmungschips ist schön dick. Sogar die Punktechips sind clever gemacht, denn auf diesen sind Würfelseiten abgebildet. Damit haben die Kinder die Möglichkeit die Punkte selbst zusammen zu zählen. Mehr zum Punktesystem in der Empfehlung.

Alter

Das Alter auf der Packung sollte hier in Zoowaboo doch eingehalten werden. Den man muss schon gut Schätzen können, und das ist ein recht abstrakter Vorgang, den Kinder erst erlernen müssen. Sicher kann man mit diesem Spiel diese Fähigkeit auch trainieren, aber ob das dann das Mittel der Wahl sein sollte, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Mit älteren Kids ist das Spiel deutlich besser und auch als Erwachsener verschätzt man sich gerne mal. Es gibt fast eine Chancengleichheit.
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Regelheft

Das Regelheft ist sehr kurz und übersichtlich und enthält sehr schöne Illustrationen.
Zoowaboo

Empfehlung

Die Idee von Zoowaboo und dem Schätzen ist toll und optisch ist das Spiel sehr gelungen. In den richtigen Runden kommt Freude auf, und es ist toll, wie man sich hinreißen lässt, sein Glück noch etwas zu strapazieren, und doch nochmal Ja zu sagen. Dann muss unter Zeitdruck und wird durcheinander versucht werden, die Tiere aufs Floß zu bringen. Alles gar nicht so einfach, wie es vielleicht erstmal klingen mag. Schafft man es dann doch, ist die Freude wirklich groß. Zoowaboo ist jedenfalls mal wieder etwas völlig Anderes im Spieleregal.

Leider ist Zoowaboo für uns bisher der schwächste Titel in der Kinderspielreihe. Das lag zum Einen am Alter vom Knopf, als auch an manchen Spielmechaniken. Ich empfand es als sehr aufwendig nach jeder Runde alle Tiere wegzuräumen, und wieder zehn Karten auszuteilen und die Tiere wieder drauf zu legen. Und was mir absolut nicht gefallen hat, wie gewertet wird. Die Wertung ist nämlich äußerst ungerecht. Wenn ein Spieler in der ersten Runde richtig lag, gibt es einen Punkt, in der folgenden Runde zwei Punkte bis hin zu sechs Punkten in der sechsten Runde. Heißt, ein Spieler, der die ersten vier Runden richtig geschätzt hat, aber in den letzten zwei Runden nicht getroffen hat, verliert das Spiel. Denn er hat zehn Punkte, ein anderer Spieler, der nur die letzten zwei Runden gewonnen hat, hat elf Punkte.
Solche Wertungssteigerungen kann ich verstehen, wenn sich im Spielablauf etwas ändert, aber bei Zoowaboo bleiben alle sechs Runden gleich. Nur die Flöße unterscheiden sich ein wenig. Ich habe die Wertungsplättchen aus dem Spiel genommen, und durch eine einfacher 1-Punkt-je-Spiel-Wertung ersetzt. Klappt auch und fühlt sich deutlich fairer an.

Unterm Strich tolles Spiel, tolle Optik, aber eben mit kleinen Schwächen. Ich werde das Spiel weiter in Griffweite stehen lassen und eventuell wächst hier mit dem Alter auch die Lust vom Knopf, das Spiel öfter zu spiele. Mir als Erwachsener macht das Spiel auch Spaß, da das Schätzen nicht ganz einfach ist. Für Kinder unter fünf Jahren empfehle ich aber eher die anderen drei Titel, die ich bisher rezensiert habe: Hopp Hopp Häschen, Viva Topo und Maskenball der Käfer

Schachtelinhalt

6 Flöße
30 Holztiere
18 Siegpunktchips
8 ja-/Nein-Chips
1 Sanduhr
1 Spielanleitung

Credits

Pegasus Spiele
Author: Carlo A. Rossi
Illustratoren: Anne Pätzke
2-4 Spieler
ab 5 Jahre
ca. 20-30 Minuten

Preis

ca. 23€ (Stand Juli 2016)

Ich bedanke mich bei Pegasus Spiele für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Mein Artikel wurde durch die Bereitstellung nicht beeinflusst und spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder.

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