#53 Knopf spielt … Gigi Gnomo

      Keine Kommentare zu #53 Knopf spielt … Gigi Gnomo

Gigi Gnomo

Die Kids sind draußen und suchen…. nein keine Pokémons, sie suchen Schätze, die sie im Wald vermuten. Das Problem, die Schätze sind die Familienschätze der Gnomin Gigi Gnomo. Und sie hat natürlich etwas dagegen und verzaubert deshalb die jungen Schatzsucher immer wieder, um ihnen die Suche zu erschweren.

Die Spieler würfeln die drei Spezialwürfel und ziehen auf dem Spielplan maximal so weit, wie sie Fußabdrücke gewürfelt haben. Dabei werden Löcher und andere Spieler übersprungen. Das Feld auf dem sie landen, zeigt den Schatz den der Spieler suchen soll. Dazu zieht er einen der Bäume heraus, und sieht nach, ob sich der gesuchte Schatz darunter verbirgt. Wenn der Spieler Pech gehabt hat, steckt er den Baum zurück, liegt er richtig, wird der Baum an andere Stelle wieder eingepflanzt. Das macht das Memoryspiel etwas herausfordernder.

Der Würfel zeigt auch Erdwirbel. Für jeden Erdwirbel muss der Mechanismus unterm Spielplan um eine Position weiter gedreht werden. Dadurch werden Spieler in Erdlöcher fallen und von Gigi Gnomo verzaubert. Jeder Spieler nimmt sich eine Zauberkarte und führt die Aktion aus.
Die Aktionen sind entweder nach dem eigenen Zug, nach jedem Zug oder ständig auszuführen. Es sind Aktionen wie bellen wie ein Hund, um den Tisch laufen, stumm sein, im Schneidersitz sitzen oder Würfel stapeln. Um einen Zauber wieder loszuwerden sucht man entweder einen Schatz, den man bereits besitzt, oder man bekommt einen neuen Zauber auferlegt.

Gewonnen hat der Schatzsucher, der zuerst die fünf Schätze gefunden hat.

Varianten:

Knopfvariante (Hausregel)

Wir spielen eine Variante mit weniger Zauberkarten, denn viele der Dauerzauber sind auf Dauer wirklich sehr nervig. Zum Beispiel kann nicht jeder Mitspieler, ich zu Beispiel, im Schneidersitz sitzen.
Gigi Gnomo

Knopf-Reaktionen:

Der Knopf dominiert in Spielen mit Memory-Elementen und er liebt diese wilden Zauber die ihn erwischen. Manchmal habe ich das Gefühl, er hofft, dass er verzaubert wird. Besonders toll fand er die Aktionen, wo er aufstehen musste, und zum Beispiel wild tanzen und um den Tisch rennen.

Gigi Gnomo

Fazit zu Gigi Gnomo:

Material/Komponenten

Das Spielmaterial von Gigi Gnomo ist solide verarbeitet. Der Drehmechanismus klappt prima und die Pappe der Bäume und Chips ist angenehm stabil. Die Karten sind von durchschnittlicher Qualität. Nur der Einsatz in der Box, auf den man die Drehscheibe setzt ist etwas flimmsig. Mein Knopf hat hier ein paar mal die Scheibe zu ruppig eingesetzt, und das Tiefziehteil verbogen. Man kann es wieder rausziehen, und das Spiel funktioniert weiterhin, aber etwas stabiler hätte es bei einem Kinderspiel sein dürfen.

Gigi Gnomo

Alter

Das Spiel ist ein simples Laufspiel. Sobald ein Spieler bis Sechs zählen kann, kann er das Spiel tendenziell spielen. Motorisch sind einige Karten vielleicht dann noch etwas fordernd, aber man kann diese Karten ja vor dem Spiel aussortieren. Die Box sagt, ab fünf Jahren, aber es ist durchaus früher spielbar.

Gigi Gnomo

Regelheft

Das Regelheft ist ungewöhnlich dick, aber wenn man es aufschlägt, erkennt man den Grund. Es enthält fünf Sprachen und hinten eine genaue Beschreibung aller Karten, die im Spiel enthalten sind. Die Karten sind zwar oft selbsterklärend, aber manche musste auch ich nachschauen. Die knappen Regeln sind gut auf drei Seiten erklärt, so dass in wenigen Minuten gleich losgespielt werden kann.
Gigi Gnomo

Empfehlung

Gigi Gnomo hat ein Element, was ich als Erwachsener gar nicht mag. Diese Mach-Dich-Zum-Affen-Karten. In Kinderspielen stört mich das komischerweise gar nicht. Wobei ich hier ein paar Karten durchaus immer aus dem Spiel verbanne, wenn ich mitspiele, oder ich denke, dass einige Mitspieler Probleme damit haben könnten. Sonst bietet Gigi Gnomo den gleiche Spaßfaktor wie Lotti Karotti und bedient sich sehr ähnlicher Mechanismen, weshalb es auch sofort ohne weitere Erklärungen funktioniert hat. Die einzige Hürde, die wir immer wieder haben, weshalb auch vielleicht ab fünf Jahre auf der Box steht; man muss seine Schritte nicht komplett ziehen und kann früher anhalten. Das irritiert die ganz kleinen Mitspieler doch öfter, da sie erst gelernt haben, so weit zu ziehen, wie der Würfel anzeigt und jetzt sowas.

Das Memoryelement mit den Bäumen ist eine pfiffige Idee und ich mag Spiele, die die Box mit verwenden. Aber da es jeden Schatz unter zwei Bäumen gibt, macht es das Spiel dann fast schon zu einfach. Wobei jetzt hat sogar Papa eine Chance. Der Mechanismus mit den verschwindenden Männchen ist Klasse, besser als die Häschen, die ganz verschwinden. Die männchen bleiben mit dem Hut stecken, und müssen nach der Zauberkarte ein Feld nach hinten versetzt wieder aufgestellt werden. Die besondere Würze sind die Zauberkarten, die eben das Spiel zu jedem anderen Laufspiel unterscheiden. Das kann ein ganz schönes Tohuwabohu am Tisch werden, wenn gebellt, geklopft und getanzt wird.

Gigi Gnomo ist ein sehr kurzweiliger Spaß, der ab und an wirklich nett zu spielen ist. Aber gerade wenn man die Kids etwas runterbringen will, weil sie eh völlig aufgedreht sind, ist das Spiel nicht das Richtige. Aber wenn Unfug angesagt ist und das Wetter draußen nicht mitspielt, Volltreffer.
Ein Spiel, dass bei Kindern immer sehr gut ankam, bei Erwachsenen leider aufgrund der Karten nicht immer. Aber es geht doch um den Spaß der Kinder, da darf man sich auch mal zum Affen machen.

Gigi Gnomo

Schachtelinhalt

1 Spielplan mit Drehscheibe
50 Zauberkarten
10 Bäume
20 Schätzplättchen
3 Würfel
4 Ablagetableaus
4 Spielfiguren
1 Spielanleitung

Credits

Huch! & friends
Author: Marco Teubner
Illustratoren: ANOKA Design Studio
2-4 Spieler
ab 5 Jahre
ca. 25-30 Minuten

Preis

ca. 24€ (Stand August 2016)

Ich bedanke mich bei Huch! & friends für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Mein Artikel wurde durch die Bereitstellung nicht beeinflusst und spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.