#61 Knopf spielt … Die geheimnisvolle Drachenhöhle

Die geheimnisvolle Drachenhöhle

Diesmal geht es nicht in einem wilden Rennen um den Berg, wie neulich bei der Drachen-Rallye, sondern direkt in den Berg. Und es sind auch keine vier Drachen, sondern nur ein Drache, Edgar, der sich gitzknöselig (Übersetzung: geizhalsig) alle funkelnden Juwelen selbst unter den Nagel reißen will. Die Spieler helfen ihm dabei und müssen aufmerksam sein, wo die funkelndsten Klunker liegen, und diese einsammeln.
Jeder Spieler bekommt zu Beginn zwei Juwelenkarten, die die Klunker festlegen, die der Spieler Suchen muss. Edgar startet in der Mitte der Höhle und der Startspieler würfelt. Würfelt er eine 2,3 oder 4 muss er diese Anzahl an Schritten mit Edgar gehen. Dabei muss der batteriebetriebene Drache über das Spielbrett geschoben werden. Wird ein Drache gewürfelt, darf der Drache zu einem beliebigen Feld des Spielplans geflogen werden. Leuchtet am Ende der Drache auf, hat man das Juwel gefunden, und der Spieler bekommt eine neue Juwelenkarte. Zieht ein Spieler an einem Feld vorbei, welches den Drachen zum Feuerspeihen bringt, sollten sich die anderen Spieler diesen Ort gut merken.

Findet ein Schatzsucher seinen sechsten Klunker, hat er das Spiel gewonnen.

Varianten:

Der Spielplan hat eine einfache Seite, und eine Seite für fortgeschrittenere Spieler.

Knopf-Reaktionen:

Der kleine Plastikdrache hat es dem Knopf sofort angetan. Der durfte gleich mal ein zwei Runden im Haus herumfliegen. Danach hat er das Spiel recht intuitiv rasch erfasst. Gerade auf der fortgeschrittenen Seite des Spielbrettes versucht er zwar immer wieder eine illegale Abkürzung zu nehmen, aber Regeln sind nun mal Regeln. Inzwischen akzeptiert er das auch recht schnell.
Das Spiel kommt bei ihm aber nicht in jeder Situation gut an; manchmal ist es einfach zu wenig Aktion im Spiel. Ich glaube der Knopf wird langsam etwas anspruchsvoller.

Die geheimnisvolle Drachenhöhle

Fazit zu Die geheimnisvolle Drachenhöhle:

Material/Komponenten

Das Spiel nutz die Box als Spielunterlage. Unter das Spielbrett kommen zwei kleine Spielpläne, die für das zufällige Aufleuchten der Wegpunkte auf dem Spielbrett verantwortlich sind. Der Plastikdrache lässt sich ein und ausschalten und macht einen robusten Eindruck. Er ist nett gestaltet und ist definitiv der Mittelpunkt des Spiels. Die gesamte verwendete Pappe ist sehr solide.
Allerdings sollte es nicht zu hell im Raum sein, denn dann kann das Leuchten des Drachenfeuers nur sehr schwer erkannt werden.
Die geheimnisvolle Drachenhöhle

Alter

Das Alter ist mit ab fünf Jahren angegeben. Ich sehe keinen Grund das Spiel auch mit jüngeren Spielern zu spielen. Sobald das Kind verstanden hat, wie man auf einer Linie zieht, und bis vier zählen kann, kann dieses Spiel auf den Tisch gebracht werden. Das einzige Hindernis können die Zahlenwerte auf dem Würfel sein. Diese muss der Knirps lesen können, oder braucht jemanden, der die Zahl vorliest. Der Rest des Spieles ist nur, sich die Orte zu merken. Und darin sind die kleinen Kinder sowieso besser, als die alten Dackel am Tisch.

Die geheimnisvolle Drachenhöhle

Regelheft

Das Regelheft ist mehrsprachig, was an sich ja toll ist. Aber gerade auf den ersten beiden Seite verwendet das Heft ein Spaltenlayout für die verschiedenen Sprachen, was mir persönlich nicht gefällt. Der Spielablauf selbst wird auf einer Doppelseite dann in jeweils einer Sprache erklärt. Das Spiel ist simpel, und damit auch die Regeln. Einige wenige Illustrationen erklären noch den ein oder anderen Punkt. Insgesamt ein, wie üblich bei Kinderspielen, gutes Regelheft.
Die geheimnisvolle Drachenhöhle

Empfehlung

Die geheimnisvolle Drachenhöhle ist ein optisch sehr ansprechendes Spiel mit einem sehr hohen Aufforderungscharakter für die Kids, und kommt bei denen auch sehr gut an. Sie haben großen Spaß an diesem einfachen Spiel. Würfeln kennt man aus vielen anderen Spielen, und Memory-Elemente beherrschen sie auch. Für ältere Mitspieler ist es leider ein sehr langweiliges und auch zufälliges Spiel. Man hat kaum eine Möglichkeit das Spielgeschehen zu beeinflussen. Außer bei der Flugaktion, diese setzt aber voraus, dass man sich merken konnte, an welcher Position der Drache aufleuchtete.
Für die Kleinen war es Anfangs sehr schwierig über das Ziel, das Feuerspeien, hinweg zu ziehen, weil der Würfel eben eine Zahl höher anzeigt, als benötigt. Zu zweit spielt es sich sehr flott, und da man oft das selbe Ziel hat, gibt es auch nicht viel hin und her. Bei vier Spielern ist das deutlich chaotischer. Wenn man in einem Zug sein Ziel fast erreicht hat, kann man drei Spielrunden später am gegenüberliegenden Teil des Spielplans sein, und man muss hoffen, einen Flugdrachen zu würfeln. Als Ausweg dafür, und um das Spiel vielleicht etwas zu beschleunigen, haben wir auch schon mit drei Handkarten, gespielt.

Das Spiel ist wieder ein Magnetspiel, was Kinderaugen leuchten lässt. Es ist fast magisch, wie der Drache sein Feuer aufleuchten lässt. Alleine dieser Mechanismus macht die geheimnisvolle Drachenhöhle zu einem sehr schönen und faszinierenden Kinderspiel. Es spielt sich sehr einfach, kann aber durch Würfelglück und Spieleranzahl etwas in die Länge gezogen werden.

Schachtelinhalt

1 Drachenfigur
30 Juwelenkarten
1 Würfel
1 zweiseitiges Spielbrett
2 kleine Spielpläne
1 Spielanleitung

Die geheimnisvolle Drachenhöhle

Credits

Drei Magier Spiele / Schmidt Spiele
Author: Carlo Emanuelle Lanzavecchia, Walter Obert
Grafik: Rolf Vogt
2-4 Spieler
ab 5 Jahre
ca. 15-20 Minuten

Preis

ca. 30 € (Stand September 2016)

Ich bedanke mich bei Schmidt Spiele / Drei Magier Spiele für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Mein Artikel wurde durch die Bereitstellung nicht beeinflusst und spiegelt meine Meinung und Erfahrung wieder.

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