#65 Papa spricht über … 1 Jahr Knopfspiele

dice

Heute vor genau einem Jahr ging mein erster Artikel online: Bärenhunger von Haba. Und wow, was soll ich sagen? Zunächst bin ich etwas überrascht, dass es den Blog noch gibt, denn ehrlich gesagt, habe ich schon Blogs zu diversen Themen angefangen, aber nie lange ein Interesse daran gehabt, sie fortzuführen. Das lag entweder an mangelndem Feedback oder schlicht am Thema, was sich irgendwann erschöpft hatte. Bei Brettspielen habe ich ein Hobby und Thema gefunden, welches einen Teil meiner Freizeit einnimmt, und ich gerne weiterhin Zeit hinein investiere. Ich kann Euch versprechen, es wird garantiert ein zweites Jahr mit knopfspiele.de geben.

1 Jahr Knopfspiele

Danken muss ich in erster Linie meiner Familie, die mich hierbei unterstützt. Sie räumt mir die Zeit ein, die das Bloggen benötigt, und spielt vor Allem all die tollen, und manchmal nicht so guten Spiele mit mir. Und hier speziell mein kleiner Knopf, der sich von dem Spiel Bärenhunger zu einem richtig kleinen Spieler entwickelt hat, der Spiele meistert, die noch etwas über seinem Alter liegen. Es gab Sonntage, da flehte Papa um Gnade, oder mindestens um einer Pause nach vielen Runden Brettspielen. Bald wird er vier Jahre alt, und ich freue mich auf das nächste Jahr, und die Fortschritte die er machen wird.

Ich durfte in dem Jahr erleben, wie der Knopf immer mehr Mechanismen intuitiv beherrscht und ab und an ein Spiel schon fast erfasst, bevor ich ihm die Regeln tatsächlich erklärt habe. Er ist oft ein sehr geduldiger Mitspieler und hat im Spiel einige Dinge selbst gelernt, ohne dass ich ihn darauf gestoßen habe. Das Punktezählen über einen Würfel hinweg, wenn zwei Würfel verwendet werden als Beispiel. Macht mich insgesamt zu einem sehr stolzen Papa. Ich glaube, dass Brettspiele viele gute Eigenschaften in jungen Spielern fördern, und dass man nicht früh genug anfangen kann, sich an die ersten Spiele heranzuwagen.
Und lasst Eure Kids nicht alleine mit den Spielen, sondern genießt die gemeinsame Zeit am Spieltisch, auch wenn euch als Erwachsenen die Spiele manchmal sehr stupide vorkommen. Es ist eine gute Investition in die Zukunft.

Viele tolle Kontakte

Das Tollste, was ich als Blogger (klingt immer noch komisch) erfahren durfte, war die super nette Community, Leute, die sich wirklich ernsthaft mit Brettspielen beschäftigen. Es tat gut, nicht mehr nur als der Typ mit den Kinderspielen gesehen zu werden. So habe ich gerade am Anfang viele nützliche Tipps bekommen, die mich vor Anfängerfehlern bewahrt haben. Ich war auch wirklich überrascht, wie offen und freundlich der Kontakt zu den vielen Verlagen ist, ohne deren Beitrag hier die meisten Spiele nicht vorgestellt werden könnten. Ein großes DANKESCHÖN dafür, und dass ich gerade auch in der Anfangszeit eine Chance bekommen habe.

Was ist passiert?

In den letzten 12 Monaten habe ich eine Menge meiner Prinzipien über Bord geworfen. Als Informatiker im Datenschutzbereich sind soziale Netzwerke ein Alptraum. Und doch treibe ich inzwischen mein Unwesen auf Facebook, Instagram und Twitter. Die stetig aber langsam steigenden Followerzahlen sind mir eine ständige Motivation besser zu werden, und auch immer neuen Inhalt zu liefern.

In den letzten 12 Monaten habe ich 64, jetzt 65 Artikel geschrieben und mir selbst gesetzte Ziele erreicht. Ich habe Schreibblockaden gehabt, wurde von Neidern angefeindet und hatte richtig nettes Feedback von Lesern bekommen. Ich habe eine Menge Wissen und Informationen über die Brettspielindustrie und die Beschäftigten darin sammeln dürfen und habe absolut großartige Spiele spielen können. Letztens habe ich sogar den ersten Prototypen eines Spieles in die Hände bekommen. Wenn mir das vor 12 Monaten jemand gesagt hätte…

Wie geht es weiter?

Ich werde im Dezember ein kleines Experiment bei den Brettagogen eingehen. Mal sehen, wie sich das so gestaltet.

Die Messen und Brettspielveranstaltungen habe ich dieses Jahr noch ausgelassen, da ich beruflich und zeitlich doch eingespannter war, als gedacht. In 2017 sind meine Ziele die Messe in Nürnberg, die Berlincon und wenn alles gut geht, dann die Spiel2017. Wobei da muss mir vorher jemand mein Konto sperren und mir mein Bargeld abnehmen.

Danke!

Damit will ich den Jahresrückblick mal beenden. Ich bedanke mich bei allen, die mich unterstützt und mit Rat und Tat beiseite gestanden haben. Ich hoffe ich kann weiterhin so viele Artikel schreiben, und hoffe damit mehr Leute zum Spielen zu bekommen.

8 thoughts on “#65 Papa spricht über … 1 Jahr Knopfspiele

  1. Tobias Franke

    Dann erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Einjährigen und weiterhin viel Spaß und Erfolg!

    Ich finde die Nische, die du besetzt, sehr interessant – wenn auch für mich und meine Kinder leider ein paar Jährchen zu spät. Das wird dann langfristig natürlich euch ein wenig zum „Problem“ werden, wenn dein Knopf älter wird. Irgendwann heißt es dann also „Knopf und Papa spielen“. Bis dahin hast du aber noch ein wenig Zeit.

    Mich hat das Bloggen (mein Einjähriges dauert noch ein wenig) übrigens noch nicht zu facebook und twitter gelockt. Das wird wohl erst dann passieren, wenn man sich als Elternteil konkreter damit auseinander setzen muss – davor graut es mir noch ein wenig…

    Viel Spaß weiterhin – auch mit den Brettagogen (grüß Nico von mir) und liebe Grüße,
    Tobias

    Reply
  2. HilkMAN

    Mein Einjähriges feiere ich in einem Monat – da ist dann auch ein entsprechender Artikel fällig. Aber „von Neidern angefeindet“? Das klingt ja furchtbar… sowas ist mir zum Glück noch nicht passiert.
    Freue mich drauf, Dich dann in Nürnberg kennen zu lernen. 🙂

    Reply
  3. Thomas

    Meine Tochter ist neulich zwei geworden. Zur Zeit stecken wir bei „Fische angeln“ fest. Wir haben noch unterschiedliche Ansichten zu den jeweiligen Farben der Fische. Ich arbeite auf Twilight Imperium mit 8 Jahren hin ;-). Der Blog ist super, obwohl ich bei den gesponserten Spielen in der Regel immer denke, dass die Kritik darunter leidet.

    Reply
    1. dawue Post author

      Hallo Thomas,
      freue mich erstmal, dass dir mein Blog gefällt.

      Deine Kritik an den gesponserten Spielen kann ich ein wenig nachvollziehen. Aber ich kann dir versichern, dass mich die Tatsache, dass ich die Spiele gestellt bekomme nicht im Geringsten beeinflusst. Ich habe keine Probleme damit Kritik dort anzubringen, wo ich sie für gerechtfertigt halte. Das habe ich auch schon in vielen Artikeln getan. Wenn du dich vielleicht wunderst, warum viele Spiele doch sehr positiv sind, liegt das eben daran, dass ich mir nicht zu Aufgabe gemacht habe, alle Spiele zu rezensieren. Ich treffe eine Vorauswahl. Ich würde keine Spiele von Verlagen annehmen, wo ich vorher den Verdacht habe, dass sie entweder nicht zu uns passen, oder wirklich schlecht sein könnten. Dafür fehlt mir die Zeit, und es hat auch keiner etwas davon, wenn ich mehr Verrisse schreibe. (Denn die Schreiben sich wirklich furchbar zäh).
      Ich kann meine Aussagen natürlich nicht beweisen, es ist sozusagen eine Vertrauenssache, ob der Leser mir glaubt oder nicht. Ich arbeite aber hart daran, so glaubwürdig wie möglich zu sein. Genau aus diesem Grund markiere ich auch die Rezensionsexemplare gegenüber den selbstgekauften Spielen.

      Die Kehrseite wäre, dass ich alle Spiele selbst kaufe. Dann würden wir vielleicht auf 1-2 Rezensionen kommen, und sicher erst, wenn die Spiele wieder aus den Regalen verschwinden. Denn als Papa einer jungen Familie muss das Familienbudget gut eingeteilt werden. Die Sache mit den Rezensionsmaterialien hat also immer auch eine andere Seite.
      Und jeder der schonmal ernsthaft eine Rezension verfasst hat, weiß, wieviel Arbeit (schöne Arbeit natürlich) da drin steckt. Ich brauche locker 2-3 Abende, bis ein Artikel online gehen kann. Davon muss das Spiel natürlich oft gespielt werden etc….

      Ich hoffe ich konnte etwas zum Verständnis beitragen.

      Schöne Grüße
      Daniel

      Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.