#77 Papa spielt … Codenames Pictures

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Codenames Pictures
Für alle, die noch nicht genug von der Agentenjagd in Codenames bekommen können. Oder inzwischen schon nach Alternativen gesucht haben, und die Wortkarten der ersten Ausgabe durch Brettspielboxen, Dixit-Karten oder Hörspielkassetten ausgetauscht haben, da das Spiel auch damit funktionieren kann, der darf sich nun gerne diesen Artikel zu Codenames Pictures anschauen. Das Spiel an sich, bleibt das Gleiche, so dass Kenner von Codenames, direkt einsteigen können. Ich werde explizit die Unterschiede aufzeigen und am Ende verraten, welche Version mir am besten gefällt.

Wie in Codenames, gibt es zwei Teams, die je einen Geheimdienstchef haben. Die restlichen Spieler des Teams sind die Ermittler. Der Geheimdienstchef gibt auch hier in Codenames Pictures einen Tipp, der aus einem Wort und einer Zahl besteht.
Danach versuchen die Ermittler zu erraten, welche Bilder der Tippgeber wohl gemeint haben könnte. Immer mit der Angst vor dem Attentäter, der das Spiel sofort für das Team beendet.
Das Team, das zuerst all seine Agenten ermittelt, gewinnt das Spiel.

Unterschiede zu Codenames

Der offensichtlichste Unterschied: Statt Wörtern auf den Karten, sind nun Bilder abgebildet. Dann ist es kein 5×5 Raster das ausgelegt wird, sondern ein 5×4 Raster.
Die Karten sind quadratisch, was den Bildern, die mehr Platz benötigen, geschuldet ist, und die Grafiken der roten und blauen Agenten zum Abdecken der Bilder, sind nicht mehr komplett identisch, sondern unterscheiden sich voneinander. Wer erkennt hier jemanden, Schimanski, Will Smith, alles bestimmt nur rein zufällig?
Spieltechnisch bleiben die Regeln gleich, bis auf eine Änderung beim Tipp-Wort: zeigt eine Karte einen Adler, darf das Wort Adler tatsächlich als Tipp verwendet werden. In der Wortvariante ist es nicht erlaubt, das Wort der Karte als Tipp auszusprechen.
Und die wichtigste Änderung; es gibt keine Sanduhr mehr… hat die irgendwer in Codenames jemals verwendet?

Codenames Pictures

Fazit zu Codenames Pictures:

Material/Komponenten

Das gelieferte Material ist mindestens genauso gut, wie im Vorgänger. Die einzigen Änderungen sind das Format der Karten und die Anzahl der Abdeckplättchen. Ich nehme an, die Idee war, den Platz auf dem Tisch, die das Spiel einnimmt, gleich groß zu belassen, weshalb man eine Reihe eingespart hat. Finde ich eigentlich ein bisschen Schade, denn schränkt es die Auswahl der Bilder doch etwas ein. Spieler, die auf 5×5 Raster spielen wollen, müssen leider eine Promo-Erweiterung jagen, die meiner Meinung nach direkt ins Spiel gehört hätte.
Codenames Pictures

Empfehlung

Man könnte annehmen, dass die beiden Spiele Codenames und Codenames Pictures doch ein und dasselbe Spiel sind. Jedoch stimmt das nicht mit unserer Erfahrung überein. Die Pictures-Variante kam in allen Spielrunden deutlich schlechter weg, als ihr Vorgänger. Das lag teilweise daran, dass eine Seite des Tisches die Bilder nur auf dem Kopf sehen konnte, was manche Spieler gestört hatte, aber die häufigste Kritik war: Es ist deutlich schwerer anhand der Bilder eine Verbindung zwischen zwei oder drei Karten zu bilden. Teilweise sind es ja Details der Bilder, auf die man sich bezieht, und so übersieht das Ermittlerteam diesen Hinweis schon mal. Das Spiel wurde dadurch deutlich langsamer, als Codenames mit Wörtern. Vermutlich ist der Umgang mit Wörtern auch einfach intuitiver.

Es ist trotzdem kein schlechteres Spiel, nur eben eher was für Leute, die eine größere Herausforderung suchen. Ich schätze an Codenames die Einfachheit, und das intuitive Umgeben mit den Wörtern. Mit den Bildern klappt das leider nicht mit jedem Mitspieler.

Was mir aber dennoch sehr gut gefallen hat: Das Mischen von Wort und Bildkarten aus beiden Codenames Versionen. Das hat die Sache dann nochmal eine Schippe komplexer gemacht, hat aber ein ganz anderes Spielgefühl vermittelt. Obwohl es für mich keine andere Version gebraucht hätte, bin ich froh über diese neue Option und werde sie von Zeit zu Zeit mit einstreuen. Damit ist die Anzahl der möglichen Kombinationen aus Wörtern, Bildern und Codekarten wohl sehr nahe an die Zahl Unendlich gerückt. Ich hoffe ihr Mathematiker da draußen verzeiht mir diese Übertreibung.

Codenames Pictures

Schachtelinhalt

15 Agenten-Abdeckplättchen
4 Unbeteiligte-Abdeckplättchen
1 Attentäter
60 Codekarten
1 Kartenhalter
140 Karten mit 280 Bildern
1 Spielanleitung

Credits

CGE, Heidelberger Spieleverlag
Author: Vlaada Chvátil
Grafik: David Cochard, Jana Kilianová, Tomáš Kučerovský, Filip Neduk, Michal Suchánek
2-8+ Spieler
ab 10 Jahre
ca. 15 Minuten

Preis

ca. 16€ (Stand Dezember 2016)

Ich bedanke mich beim Heidelberger Spieleverlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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