#79 Knopf spielt … Drachenturm

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Drachenturm
Hilfe, Hilfe, zu Hilfe….. Das sind die magischen Worte, die eine Maid in Not rufen muss, auf das sich ein wackerer Prinz mit seinem Gefolge auf den Weg macht, um die Holde zu befreien. Welche ein Glück, dass der Drache Tarax eine alte Schnarchnase ist, und tief genug schläft, dass die Rettungsaktion auch etwas dauern darf.

Die Rettung der Prinzessin erfolgt in zwei Schritten. Zuerst muss ein Gerüst am Turm aufgebaut werden. Dazu wird ein kleines Memory Spiel gespielt. Dazu decken die Spieler reihum jeweils ein Plättchen auf, und versuchen Gefährten der richtigen Farbe zu finden. Ist eine Ebene mit den richtigen Gefährten besetzt, müssen die Spieler ein Plättchen mit einer Gerüst-Ebene finden. Immer wenn eines der gesuchten Plättchen gefunden und verwendet wurde, wird es aus dem Spiel entfernt. Doch Vorsicht!, auch der Drache versteckt sich unter den Plättchen. Immer wenn ein Drachenplättchen aufgedeckt wird, hat der Drache die Spieler gehört, und bewegt sich ein Feld weiter nach hinten, was es im zweiten Schritt schwerer machen wird, die Prinzessin zu befreien. Im Gegensatz zu den anderen Plättchen, werden die Drachenplättchen nicht aus dem Spiel entfernt, so dass sich die Spieler gut merken sollten, wo diese liegen.

Der zweite Teil startet, nachdem das Gerüst gebaut wurde. Die Spieler versuchen nun die Prinzessin mit ihren Schiebern aus ihrem Zimmer, über das Gerüst in ihre Kutsche zu bringen, bevor Tarax das Gerüst zum Einsturz bringt. Der Prinz rettet die Prinzessin und die mitspielenden Ritter passen auf, dass sie nicht vom Turm oder dem Gerüst stürzt. Das wäre schon schwer genug, wenn Tarax nicht den stützenden Stein unter dem Gerüst wegziehen würde. Ziel ist es, schnell genug die Prinzessin zu retten.

Varianten:

Um das Spiel einfacher zu machen, können vor dem Drachenplättchen entfernt werden, oder die Plättchen werden wie alle anderen Plättchen nach dem Aufdecken entfernt.
Die ersten Runden haben wir diese komplett ignoriert, um die Rettung selbst ein bisschen zu üben.

Drachenturm

Fazit zu Drachenturm:

Material/Komponenten

Darf es ein bisschen mehr sein? Das hat sich HABA wohl bei der Schachtelgröße gedacht. Die Box ist so groß, sie passt nicht in ein Kallax-Regal-Segment. Aber nicht nur die Schachtel ist groß, auch der Turm und der Spielplan haben eine ordentliche Dimension. Insgesamt ein richtiger Hingucker, und ein Spiel, was wir deshalb fast immer am Boden spielen, da die Kids sonst wirklich schlecht an den Turm rankommen.

Die Komponenten sind einwandfrei, robust und wirklich hübsch gestaltet. Sogar der Drache mit seiner mechanischen Aufziehmechanik scheint sehr langlebig konstruiert zu sein. Er wurde bis heute sicher schon 50 mal von Kinderhänden aufgezogen, und leistet immer noch seine stoische Arbeit. Die Zuggeschwindigkeit ist knackig, gerade wenn er etwas weiter hinten steht. Ganz hinten schwitzt auch Papa, als Prinz bei der Rettung.

Der Turm lässt sich einfach aufbauen und ist stabil konstruiert, dass man keine Sorge um das Material haben muss.

Drachenturm

Alter

Das Spiel skaliert sehr gut zwischen den Altersstufen. Ich denke ab vier Jahren kann es gut gespielt werden, wenn man die Schwierigkeit etwas reduziert. Es ist eine gute Koordinationsübung, die Prinzessin zu retten. Ältere Spieler können ihre andere Hand verwenden, ein Auge schließen, oder man verbietet das Sprechen bei der Rettung.
Drachenturm

Regelheft

Ein typisches HABA-Regelheft. Mit viel Gründlichkeit geschrieben, so dass es keine Fragen offen lässt. Wichtige Inhalte sind hervorgehoben, und mögliche Spielsituationen werden erklärt.
Drachenturm

Empfehlung

Mit Drachenturm hat HABA ein großes Spiel auf den Tisch gebracht. Den ersten Teil empfinde ich persönlich als sehr träge und langweilig. Es ist eher Glückssache, nicht zu oft einen Drachen zu erwischen, als ein richtiges Memory Spiel. Aber das ist meine Sicht als Erwachsener. Mein Sohn liebt den Aufbau, und bringt seinen Vater regelmäßig zum Schwitzen, da er inzwischen verstanden hat, dass das Drachenplättchen nicht aufgedeckt werden darf. Er täuscht dann an, und nimmt dann doch ein anderes Plättchen.

Der Rettungsteil ist dann immer großes Kino. Man hat nicht viel Zeit, und wenn sich der Stein zu bewegen beginnt, dann wird es wirklich kritisch. Nach einigen Versuchen, ist es meinem Kopf dann auch mal gelungen die Prinzessin zu retten, denn es sieht einfacher aus, als es tatsächlich ist. Wenn die Prinzessin durch die Löcher im Gerüst purzelt, muss man sehr gut aufpassen, dass sie nicht in der nächsten Ebene vom Gerüst kullert.

Das Spiel ist immer ein tolles Erlebnis, und übt einen sehr starken Reiz auf die Kids aus. Sie wollen gegen den gemeinen Drachen gewinnen, und vor allem wollen sie am Ende alles zusammenfallen sehen. Es beleibt selten bei nur einer Runde, da es wirklich schnell gespielt ist, und jeder mal der Prinz sein möchte.

Insgesamt ein wirklich schönes Kinderspiel, dass nicht nur ein großes Gimmick ist, sondern ein ernstzunehmendes Geschicklichkeitsspiel beinhaltet. Es bleibt sicher spannend bis zur letzten Sekunde.

Drachenturm

Schachtelinhalt

1 Spielbrett
1 Turm aus Pappe
12 Gefährten in 5 Farben
22 Bauplättchen
4 Gerüst-Ebenen
1 Prinzessin Figur
1 Drache mit Felsen
1 Spielanleitung
Drachenturm

Credits

HABA
Author: Carlo A. Rossi
Grafik: Christine Faust
2-4 Spieler
ab 5 Jahre
ca. 15 Minuten

Preis

ca. 31€ (Stand Dezember 2016)

Ich bedanke mich bei HABA für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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