#8 Papa spielt … Finstere Flure

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Finstere Flure

Zitat aus der Anleitung:

Fabelhaft: Furchtlos forschtest du nach den 3 Fetischen aus dem finnischen Fjord, mittels flinker und facettenreicher Finten sie fortzuschaffen und damit zu Fürst Fieso nach Frankreich zu eilen um die faszinierende Fee und Freifrau Fabula zu freien. Doch Fieso scheint fremdenfeindlich, welch ein Fiasko! Du landest unter Freiheitsberaubung freudlos und frierend in einer fürchterlichen Festung mit finsteren Fluren. Nun musst du Fiesos Falle entkommen. Furunkulus, das Hofmonster (ein furchteinflößender Freak) wartet schon. Nun heißt es frisch, fromm, fröhlich, frei Furunkulus zu foppen und in die Freiheit zu fliehen.

Wenn du nun nur F verstehst, oder dich wunderst, warum so viele F’s im Text vorkommen, dann heiße ich dich Willkommen in einem Friedemann Friese Spiel.
In Finstere Flure versuchst du aus einem Gefängnis zu entfliehen. Und wie das bei einer panischen Flucht oft so ist, verschieben sich Säulen, die Anderen schubsen und drängeln, du rutscht auf glitschigen rot-farbigen Pfützen herum und zu allem Übel wandelt noch das Monstrum Furunkulus durch die Flure.

Finstere Flure

Bevor die wilde Flucht beginnen kann, muss natürlich erstmal ein Monster kreiert werden. Dazu bietet das Spiel viele viele Einzelteile. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Finstere Flure

Danach setzen die Spieler die verschiebbaren Säulen, Umlenksäulen, die das Monster in eine andere Richtung schicken, Teleporter und Blutlachen auf dem Spielplan. Dann kann das Spiel losgehen und alle Spielsteine werden um soviele Felder bewegt, wie die Zahl auf dem Spielstein anzeigt. Danach wird der Spielstein umgedreht. Die Schritt-Anzahl auf den Spielsteinen ist immer 7 (1-6, 2-5, 3-4, 4-3).
Sind alle Spielersteine umgedreht, wird das Monster bewegt, wobei die Anzahl der Schritte wird durch eine Monsterbewegungskarte bestimmt wird. Das Monster selbst hat sehr strikte Bewegungsregeln, und wird sozusagen durch diese bewegt. Rennt das Monster gegen eine Säule, wird diese einfach mitgeschoben. Läuft es gegen eine Wand, kommt es, wie man es auch billigen Horrorfilmen kennt, hinter der nächsten Ecke wieder hervor.

Das Ganze wird über zwei Runden durch den Monsterbewegungskarten-Stapel gespielt. Erwischt dich das Monster in der ersten Runde, darfst du nochmal am Start loslaufen, in der zweiten Runde allerdings, frisst es dich und der Spielstein ist aus dem Spiel.

Gewonnen hat der Spieler, der zuerst eine bestimmte Anzahl, abhängig von der Spieleranzahl, Personen ins Ziel gebracht hat.

Varianten:

Das Grundspiel verwendet nur die beiden Blutlachen und Steinblöcke, weder Teleporter noch die Umlenksteine werden verwendet. Diese Komponenten können im sogenannten Fortgeschrittenenspiel hinzugenommen werden.

Sollten mehr als 5 Spieler am Spiel teilnehmen, empfiehlt die Anleitung, eine der Bewegungskarten des Monster in eine sehr tödliche Karte zu ändern.

Sollte das Spiel zu einfach werden, kannst du auch ein zweites Monster auf die Jagd schicken…Muhahahahahahaaaaaa….

Knopfvariante (Hausregel)

Das Spiel kann sich sehr in die Länge ziehen, wenn die Mitspieler zu lange über Ihre Züge nachdenken und die Bewegung des Monsters voraus berechnen. Ich halte meine Mitspieler dazu an, ihre Züge schnell zu machen… man ist schließlich auf der Flucht. Da läuft man schon Mal vor lauter Aufregung in die falsche Richtung.

Fazit zu Finstere Flure:

Material/Komponenten

Habe ich schon erwähnt, dass man sich hier Monster bauen kann? Alleine das macht dieses Spiel zu einem kleinen Juwel in der Sammlung. Die Spielermarker sind kleine Holzchips, die vor dem ersten Spiel noch beklebt werden müssen. Hierbei muss genau darauf geachtet werden, die richtigen Seiten auf einen Chip zu kleben. Wer Lust hat, kann sogar einen Friedemann Friese kleben, denn er selbst ist als Bonusaufkleber in der Box.
Insgesamt ist alles sehr detailliert illustriert.

Alter

Das Alter ist mit 10+ angegeben. Der Grund hierfür werden vermutlich Blutlachen sein. Wir haben es schon mit jüngeren Kindern gespielt, und in dem Fall war das Blut eben Ketchup. Es spricht aber auch wenig dagegen, die Blutlachen einfach ganz wegzulassen.
Die Regeln des Grundspiels sind jedenfalls einfach genug, um es auch mit Kindern zu spielen. Zudem dauert das Spiel nicht ewig, und man kommt schnell wieder an die Reihe.

Regelheft

Das Regelheft ist sehr einfach gestaltet. Keine bunten Grafiken, kein Hochglanzpapier, aber es ist sehr klar geschrieben, und hat zu allen Regel-Abschnitten ausführliche Beispiele.
Besonders gut finde ich die Tabelle auf der Rückseite, die übersichtlich zeigt, was passiert, wenn ein Spieler oder das Monster eine Begegnung mit einer Person oder einem Plättchen kollidieren. Im Prinzip finden sich hier die kompletten Spielregeln in einer Tabelle wieder. Sowas wünscht man sich öfter.
Finstere Flure

Empfehlung

Zwei Daumen hoch. Ich kann das Spiel absolut empfehlen, für alle, die gerne in einer größeren Gruppe spielen, und ein schnelles Spiel brauchen. Das Spiel ist mit bis zu 7 Spielern spielbar, was ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal unter meinen Brettspielen ist. Und da das Spielbrett jedes Mal anders bestückt ist, ist der Wiederspielwert fast unendlich.
Auch sind die Regeln extrem schnell erklärt, was auch Wenig-Spielern einen schnellen Einstieg ermöglicht. Das Spiel kann man theoretisch ohne große Erklärung auspacken und direkt losspielen. Einziger Kritikpunkt ist das Schachtel-Format, passt zu keinem anderen Spiel in meiner Sammlung.

Schachtelinhalt

1 Faltplan mit Fürst Fiesos Festung
17 Flurplättchen
8 Monsterbewegungskarten
25 Spielfiguren in 7 Farben
1 Monsterbausatz mit vielen Teilen
1 Spielanleitung

Credits

2F-Spiele
Author: Friedemann Friese
Grafik: Maura Kalusky
2-7 Spieler
10+ Jahre
ca. 45 Minuten

Preis

ca. 15€ – 20€

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