#83 Knopf spielt … Kullerhexe

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Kullerhexe
Wenn dein Kopf nicht angewachsen wäre, würdest du den auch noch verlieren. So oder so ähnlich, hat jeder sicher schon mal einen Spruch seiner Eltern abbekommen. Aber keine Angst, in Kullerhexe rollen keine Köpfe. Höchstens Hüte fliegen, bei dem rasanten Ritt durch den magischen Wald.

Die schusslige Hexe hat all Ihre Zauberutensilien im Wald verloren, und die Spieler helfen ihr als kleine Waldwutzel, diese wieder zu finden.
Dazu wird immer, in Zweierteams, mit dem linken Nachbarn gespielt, bis die Sanduhr abgelaufen ist. In einer solchen Runde decken die Spieler eine Zielkarte auf, und navigieren die kugelgelagerte Hexe durch den Wald zu dem gesuchten Gegenstand. Ist dieser erreicht, wird der nächste Gegenstand offenbart und weiter geht es.
Um die Hexe durch den Wald sausen zu lassen, können die Spieler mit vier Steckern im Spielbrett, die vier Ecken des Spielbrettes absenken. Dorthin wird die Hexe kullern. Aber Vorsicht der Wald ist voller Schlaglöcher und Bäume. Sollte die Hexe in einem Loch stecken bleiben, oder an einem Baum ihren Hut verlieren, kostet das wertvolle Zeit. Ist die 45 Sekunden-Sanduhr abgelaufen, schauen die beiden Spieler, wie viele Gegenstände sie gefunden haben und bekommen dementsprechend viele saftige Beeren, die sie in ihre Wutzelhöhlen werfen. Dann wird noch ein Stern auf einen der acht Bäume gesteckt. Danach spielt der nächste Spieler mit seinem linken Nachbarn und so weiter. Wird der sechszehnte und damit letzte Stern gesteckt, ist das Spiel beendet. Nun zählt jeder Spieler die Beeren in seiner Wutzelhöhle, und wer die meisten Beeren sammeln konnte, gewinnt das Spiel.

Kullerhexe

Varianten:

Es gibt spezielle Regeln für das Spiel zu Zweit. Man legt je sechs Beeren-Chips in sechs Stapel zurecht. Nun spielt man wie oben beschrieben sechs Runden, und nimmt sich für jeden gefundenen Gegenstand, je Runde eine Beere. Am Ende wird dann verglichen; haben wir mehr Beeren gesammelt, als noch übrig sind? Wenn ja, haben wir gewonnen. Wenn nein, gewinnt das Spiel. Hier ist es dann natürlich auch möglich, den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, indem man statt sechs, eben sieben oder acht Beeren in sechs Runden versucht, zu erspielen.

Kullerhexe

Fazit zu Kullerhexe:

Material/Komponenten

Das Spielbrett ist auf vier Schaumstoffblöcken, die das Neigen erlauben, gelagert. Diese Blöcke halten doch länger durch, ohne sich zu verändern, als ich angenommen hätte. Wie sie sich allerdings über die Jahre verändern werden, werden wir sehen. Aber es sollte Kein Problem sein, sich solche Dinger im Baumarkt selbst zurecht zu schneiden.
Die Bäume sind leider so gestanzt, dass sie einmal sehr gut zusammen halten, und dann wieder sehr leicht auseinander gehen. Genauso hätte man das unten raus stehende Kreuz, mit denen man die Bäume in den Spielplan stecken muss, etwas tiefer machen sollen. Manche Bäume fallen sehr schnell um, und nicht immer geht es sachte zu, im Zauberwald. Speziell, wenn die Zeit knapp wird. Den großen Beutel für die Beeren, hätte man sich sogar sparen können. Der ist zwar praktisch, aber nicht nötig gewesen, da alle Beeren gleichwertig sind. Die Hexe ist super, die rollt auf ihrer Kugel sehr exakt über das Spielbrett… super. Der Rest der Komponenten ist gut. Ein spezielles Lob geht an den Spielekarton, dieser ist sehr stabil, was bei großen Kartons immer wichtig ist. Auch dieser Karton passt nicht in ein Kallax-Segment, was das Spiel dazu verdonnert, oben auf dem Regal zu liegen (Maße: 35×35 cm).
Kullerhexe

Alter

Das Spiel ist hektisch, und man braucht schon etwas Fingerspitzengefühl. Der Knopf mit seinen gut vier Jahren beherrscht das schon sehr gut, aber hier spielt eben auch seine Erfahrung mit hinein. Wenn unerfahrene junge Spieler dabei sind, kann man die Sanduhr entweder ignorieren, oder eben zweimal umdrehen. Mit sechs Jahren sollte das Spiel absolut beherrschbar sein, auch ohne, dass ein Erwachsener mitspielt.

Kullerhexe

Regelheft

Wie immer gut und mehrsprachig. Der Aufbau und das Spiel werden gut erklärt, und enthält auch noch einige Tipps, seine Ziele besser zu erreichen. Auf der Rückseite sind die Zielkarten nochmal aufgelistet, um sie korrekt benennen zu können.
Kullerhexe

Empfehlung

Endlich mal wieder Action am Spieltisch. Ich habe meinen Knopf lange nicht mehr so ausgelassen an einem Brettspiel erlebt. Der Zeitstress, und die Hexe haben ihm total gefallen. Wann immer der Hut geflogen ist, oder die Hexe in einem Loch stecken geblieben ist, gab es lautes Gelächter. Damit hat das Spiel schon gewonnen. Nach einigen Spielrunden, haben wir dann auch nach den eigentlichen Regeln gespielt, und ich muss sagen: Das ist eine echte Aufgabe, mit seinem Gegenüber so zu kommunizieren, dass man auch am Ziel ankommt. Erstens muss man selbst ständig aufpassen, Links und Rechts nicht zu verwechseln, und speziell für die Knöpfe ist das ja noch nicht unbedingt so in Fleisch und Blut übergegangen, zumal man sich ja auch gegenüber sitzt. Es hat uns einige Runden gekostet, bis wir das Spiel im Zwei-Personen-Spiel geschlagen haben. Das Mehrpersonenspiel ist wirklich nett gemacht, mit dem Sternentimer und der eigenen Wutzelhöhle. Keiner weiß tatsächlich, wer vorne liegt, bis man am Ende das Spielbrett anhebt, und seine Beute auszählt.

Spiele unter Zeitdruck spiele ich nicht gerne, aber hier hat es wirklich Spaß gemacht, da man nicht ständig dran ist, aber schnell wieder an die Reihe kommt. So hat man kurze Verschnaufpausen und es bleibt spannend.

Trotz der kleinen Materialschwäche, dass die Bäume ab und an umfallen, ist es ein wirklich tolles Gesamtpaket. Es ist schnell erklärt und wirklich schön gestaltet. Dann trainiert es noch im speziellen die Hand-Auge-Koordination, was mein Kleiner doch noch ein wenig braucht. Sicher ist er noch nicht sechs Jahre alt, wie auf der Schachtel angegeben, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Erwachsene sollten sich irgendwann etwas zurückhalten, und den Kleinen das Dirigieren der Richtungen überlassen. Auch das klappte irgendwann erstaunlich gut. Dann befolgt Papa eben auch mal Befehle. Passiert ja nicht so oft zu Hause.

Für alle, die mal wieder ein „anderes“ Spiel auf dem Tisch haben wollen, sollten sich die Kullerhexe anschauen, wenn der Platz auf dem Regal noch frei ist.

Schachtelinhalt

1 Spielbrett
8 Bäume
24 Zielkarten
5 Wutzel
108 Beeren-Chips
20 Sterne
1 Sanduhr
1 Kullerhexe
1 Stoffbeutel
1 Spielanleitung

Credits

Drei Magier Spiele, Schmidt Spiele
Author: Marco Teubner
Grafik: Rolf Vogt
2-5 Spieler
ab 6 Jahre
ca. 10-20 Minuten

Preis

ca. 26€ (Stand Januar 2017)

Ich bedanke mich bei Schmidt Spiele für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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