#90 Knopf spielt … Macroscope

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Macroscope
Heute schauen wir mal ganz genau hin. Nein nicht mit einer Lupe, und nicht mit dem Mikroskop. Wir schauen durch das Macroscope.
Was das ist? Erklär ich Euch.

Das Macroscope ist ein schicker 3D-Pappaufbau, in dem ein Stapel Papier liegt, und eine Abdeckung mit 12 Gucklöchern besitzt, die einzeln geöffnet werden können. Diese sind je zweimal mit den zahlen 1-6 bedruckt. Der aktive Spieler würfelt nun, und öffnet die entsprechenden Deckel. Dadurch werden zwei kleine Ausschnitte, des Bildes darunter, sichtbar. Der Spieler hat nun die Möglichkeit, einen Tipp abzugeben, und damit so viele Punkte zu gewinnen, wie noch Deckel auf dem Macroscope liegen. Die Gefahr besteht aber, dass er bei einem falschen Tipp, genauso viele Punkte abgeben muss. Verzichtet er auf einen Tipp, bekommt er zwei sichere Punkte, und die anderen Spieler haben die Möglichkeit einen Tipp abzugeben. Allerdings bekommen diese dann keine Punkte, wenn sie verzichten. So wird gespielt, bis alle Gucklöcher offen sind. Damit darf dann keiner mehr raten, und die nächste Runde beginnt. So werden, pro Spiel, genau 10 Runden gespielt, und wer am Ende die meisten Punkte in Form von Kristallen hat, gewinnt.

Varianten

Knopfvariante

Das Erste in der Variante für den Knopf, und vielleicht für alle Kinder die erst sechs Jahre alt sind, müssen ein paar Bilder aussortiert werden. Ein Kind kennt heute keine Tastentelefone mehr. Oder der Revolver, den muss ich tatsächlich nicht haben. Also entweder vorher aussortieren, oder wie ich es mache: die 10 Bilder vor dem Spiel anschauen. Ich halte mich dann im Spiel zurück, und leite mehr das Spiel.

Wenn ich Macroscope mit meinem Knopf spiele, übernehme ich natürlich die Punktezählerei. Die Risikoabschätzung, ob man versuchen soll zu raten oder nicht, kriegt er noch nicht hin.
Sonst würfeln wir, und je nachdem, wann er es errät, bekommt er Punkte. Minuspunkte gibt es auch keine. Die Punktzahl am Ende ist eine reine Zählübung, und spielt keine Rolle.

Knopf-Reaktionen:

Der Knopf hat erstmal richtig Freude am 3D-Aufbau, und natürlich den funkelnden Kristallen; diese kleine Elster. Im Spiel selbst, hat er bei den meisten Bildern doch sehr große Schwierigkeiten, diese zu erkennen, freut sich aber wie Bolle, wenn er doch etwas erkennt. Aber wie soll man Dinge erkennen, die man vielleicht noch nie gesehen hat. Sogar Erwachsene haben oft Schwierigkeiten, mit Sicherheit zu sagen, was sich im Macroscope befindet. Trotz Allem, ist es ein kurzweiliger Spaß für ihn, und würfeln und aufdecken machen auch Spaß.

Macroscope

Fazit zu Macroscope:

Material/Komponenten

Das Macroscope muss vor dem ersten Spiel zusammengebaut werden, passt danach aber problemlos in die Schachtel. Da geht auch nix ab, oder wirkt billig verarbeitet. Die Kristalle funkeln schön, und die 200 Bilderbögen sind beidseitig und klar bedruckt. Optisch ein wahrer Hingucker auf dem Spieletisch.
Macroscope

Alter

In der Knopfvariante habe ich es schon erwähnt. Einige Bilder, wie der Revolver sind (sehr persönliche Einstellung) völlig fehlplatziert in einem Spiel, das für Kinder ab sechs Jahren ist. Andere Bilder können Kinder nicht erkennen, weil sie es sehr wahrscheinlich nicht kennen. Aber es sind genug Bilder enthalten, um viele Spielrunden spielen zu können. Und auch Bildwiederholungen können durchaus Sinn ergeben, wenn man noch etwas kleiner ist. Für die Erwachsenen, sollten es allerdings immer neue Bilder sein. Sonst passt die Altersangabe, und wem die Wertung nicht so wichtig ist, kann es auch schon früher verwenden.

Macroscope

Regelheft

Die Regeln sind gut geschrieben, beschreiben noch eine Risiko-Variante, in der der aktive Spieler mit Kristallen bezahlt werden kann, um mitten in seinem Zug, einen Rateversuch machen zu können. Wichtige Regelteile sind, durch dick geschriebenen Text, hervorgehoben. Gute Anleitung.
Macroscope

Empfehlung

Macroscope ist im Kern ein sehr simples Spiel, aber mit einem sehr hohen optischen Mehrwert. Es ist spannend zu sehen, wie die Bilder im Macroscope Stück für Stück sichtbar werden. Je jünger die Mitspieler, desto wahrscheinlicher ist es, dass fast alles aufgedeckt wird, bevor ein Tipp abgegeben wird. Aber mit steigendem Alter, kommen die Tipps früher, und meine Mitspieler wurden mutiger. In Erwachsenenrunden, gab es natürlich die Rechnerei um das, was man gewinnen und verlieren kann. Bisschen Zocken ist da dann schon erlaubt.

Empfehlen würde ich tatsächlich aber als Kinderspiel, weshalb ich auch diese Kategorie Knopf spielt… gewählt habe. Inzwischen ist die Neugier beim Knopf so groß, dass er gerne die Spiele von Papa spielen würde. Da hat sich Macroscope doch angeboten.

Am Ende ist diese ganze Punktezählerei nicht wichtig. Es geht um das Raten an sich. Und dabei macht Macroscope keine zu schlechte Figur. Ein gutes, leicht zugängliches Spiel für Zwischendurch, nicht mehr, und nicht weniger.

Credits

Game Factory
Author: Martin Nedergaard Andersen
Grafik: Oksana Dmitrienko, Maria Kaplieva, Alena Naumova, Irina Pechenkina
2-6 Spieler
ab 6 Jahre
ca. 30 Minuten

Preis

ca. 20€ (Stand Februar 2017)

Ich bedanke mich bei Game Factory für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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