#99 Papa spielt … King of Tokyo

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King of Tokyo

Vorwort

Das hier ist mein 99. Blogartikel. Ich werde als Artikel Nummer 100, in ein paar Tagen, meine Erfahrungen und Tipps als Blogger, an euch weiterplappern. Ich werde mal erzählen, was der Blog mit meinem Leben angestellt hat, was ich vielleicht alles schon erlebt habe, und wie ihr vielleicht auch einen Blog starten könnt. Aktuell dürft ihr so gespannt sein, wie ich, was in dem Artikel stehen wird. Sowas entsteht nämlich immer Kapitel für Kapitel bei mir 🙂

So nun geht es aber los mit King of Tokyo:

Kennt ihr nur Leute, die höchstens mal Kniffel spielen wollen? Oder habt die unbändige Lust, alles kurz und klein zu hauen? Dann legen wir mal die Lernspiele beiseite, und schicken den Knopf etwas früher ins Bett. Große, fiese Monster sind jetzt angesagt, und mit denen lassen wir es richtig krachen in der Stadt.

Jeder Spieler sucht sich ein Monster aus, Tokyo wird zwischen die Spieler gelegt und schon kann es losgehen. Der Spieler wirft die sechs Würfel und hat nun exakt drei Würfe, zwischen denen er beliebig viele Würfel behalten, oder neu werfen kann. Am Ende des dritten Wurfes wird nun das Ergebnis ausgewertet.

Es ist nun möglich Energie zu sammeln, sich direkt Siegpunkte zu sichern, das Monster zu heilen oder anderen Monstern Schaden zuzufügen. Sollte sich der Spieler für die Siegpunkte entscheiden, müssen drei Würfel die 1, 2 oder 3 zeigen. Dementsprechend gibt es dann Punkte. Ziel bei King of Tokyo sind 20 Punkte, oder das letzte, noch lebende Monster zu sein.

King of Tokyo

Kommen wir zum eingemachten, die Klaue. Diese Würfelseite fügt allen Monstern, die nicht am selben Ort (auf dem Spielbrett oder neben dem Spielbrett) sind, jeweils einen Schaden zu. Nur wenn ein Monster in Tokyo Schaden bekommt, darf es Tokyo auch verlassen. Sollte der Platz in Tokyo am Ende der Würfel-Auswertung leer sein, muss der aktive Spieler sein Monster nach Tokyo ziehen. Dafür bekommt das Monster einen Siegpunkt, und jedes Mal, wenn eine Runde in Tokyo begonnen wird, bekommt es sogar zwei Punkte.

Als letztes Element in King of Tokyo, können Powerkarten mit der Energie gekauft werden. Diese Karten geben den Monstern Spezialfähigkeiten oder sind Soforteffekte. Es darf so viel gekauft werden, wie eben Energiewürfel vorhanden sind.

So wird weitergespielt, bis entweder ein Monster 20 Punkte erreicht hat, oder nur noch ein Monster im Spiel vorhanden ist.

King of Tokyo

Fazit zu King of Tokyo:

Material/Komponenten

Ich hatte selten ein Spiel auf dem Tisch, was einen höheren Aufforderungscharakter hatte. Speziell die Jungs (jeden Alters) haben, beim Anblick der Monster, leuchtende Augen bekommen. Dann kommen noch die großen Würfel dazu, und schon hat das Spiel gewonnen. Die Illustrationen auf den Karten runden das Spiel noch mit einer schicken Note ab.

King of Tokyo

Regelheft

Hier bin ich sehr gespalten. Der Vielspieler in mir, empfindet dieses Regelheft als völlig überladen und unruhig, mit zu vielen Grafiken. Ich habe mich dort sehr schnell verloren. Das hat sicherlich mit meiner Erwartungshaltung, gegenüber gut strukturierten ausführlicheren, Handbüchern zu tun. Aber ich bin sicher, das Regelheft funktioniert und wird jedem den Einstieg ermöglichen. Und wer das Heft einmal gelesen hat, wird wohl sowieso nie wieder reinschauen müssen.

King of Tokyo

Empfehlung

Noch nie, nie, nie, hat mich dieses Spiel enttäuscht. Ich hole sogar aus: Es ist egal, ob man nun King of Tokyo, oder King of New York, was nur wenige Zusatzregeln hat, spielt. Beide Spiele sind spaßig und bringen die Spieler dazu, ihr inneres Monster frei zu lassen. Es macht in meinen Augen auch keinen Unterschied, ob man die erste, oder die zweite Version des Spieles nimmt. In der zweiten Version, wurden die Monster ausgetauscht, und optisch etwas aufgemotzt, sonst ist es dasselbe Spiel.

Es kann sehr schnell passieren, dass man aus dem Spiel ausscheidet, aber das macht nicht viel, denn ein Spiel dauert nicht sehr lange. Es macht Spaß, abzuwägen, ob man noch eine Runde in Tokyo stehen bleiben soll, und damit automatisch Punkte sammeln kann, oder doch lieber rausgehen sollte, und damit den Angreifer zwingt nach Tokyo zu gehen. Witzig sind auch immer die Momente, wenn die Gruppe versucht, jemanden gezielt aus dem Spiel zu katapultieren, wenn sie merken, er gewinnt gerade. Man hofft und bangt bei jedem Würfelwurf. Normalerweise mag ich keine aggressiven Spiele und das frühe Ausscheiden eines Spielers, ist oft ein K.O-Kriterium für viele andere Spiele. Aber hier ist es thematisch passend, und auch weniger tragisch. Das Spiel erinnert sehr an meine Kindheit, wo sich einer oben auf dem Hügel halten musste, und die anderen versucht haben, den „King oft he Hill“- herunter zu ziehen oder schubsen. König nannten wir das Spiel.

Das Spiel ist ab acht Jahren und hat damit die perfekte Altersstufe. Aber auch jüngere Spieler können mitspielen, dann lässt man die Karten einfach weg.

Es wird niemanden überraschen, es ist sehr glückslastig, Würfelspiel eben. Die Regeln sind extrem simpel, und da die Karten vor dem Kauf alle offen ausliegen, und während des Spieles offen sind, kann auch den jüngeren Spielern geholfen werden. Zur Beruhigung der Nerven, das Spiel hat nicht viel, wie oben erwähnt, mit Kniffel zu tun. Aber der Mechanismus des 3-mal-würfelns sollte dann schon mal bekannt sein. Es gibt keinen Block, keinen Highscore und man streicht keinen Wurf. Es ist sogar möglich zu gewinnen, ohne sich viel in Tokyo aufzuhalten, nämlich durch das Würfeln auf die Zahlenkombinationen. Ist aber schwerer, als es sich anhört, denn zwei Dreier bringen 0 Punkte. Erst ab dem dritten Würfel zählt es. Uumal man oft auch einfach gezwungen ist, nach Tokyo zu gehen. Auch die Karten erlauben es den Monstern, ihre Punkte zu steigern, oder sich dann auch zu heilen (Karten sind die einzige Möglichkeit, sich auch in Tokyo zu heilen).

King of Tokyo ist ein simples Würfelspiel mit einem tollen Tema und fantastischem Material. Genau das Richtige, um einen Spieleabend zu beginnen, oder abzuschließen, wenn ihr drei oder mehr Spieler seid. Zu zweit ist es leider etwas lahm, hier gilt, je mehr, desto besser. King of Tokyo/New York sollte meiner Meinung nach, in keiner Sammlung fehlen.

Credits

IELLO
Author: Richard Garfield
2-6 Spieler
ab 8 Jahre
ca. 30 Minuten

Preis

ca. 32€ (Stand Mai 2017)

Ich bedanke mich bei Iello für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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