#149 Knopf spielt … Chop! Chop!

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Das Thema des Spieles ist vermutlich so alt, wie die Menschheit selbst. Das gute alte Katz und Maus Spiel. Und hier zwar sprichwörtlich.

Wer als Maus an den Käse will, muss mit der Katze rechnen. Und diese ist nicht weit und lauert schon auf dem Tisch auf ihren Nachtisch. Also müssen die Mäuse zusammenarbeiten, und genug Käse sammeln, bevor die Katze alle von ihnen erwischt hat. Ein Spieler übernimmt die Rolle des Jägers, also die Katze. Die anderen spielen zusammen und versuchen die Mäuse zu ihrem Ziel, 10 Käse zu sammeln, zu führen.


Es wird gewürfelt und jeweils die Fliese umgedreht auf dem die Figur landet. Dabei können die Mäusespieler selbst entscheiden, welche Maus sich bewegt und sich mit den Mäusen unter dem Tisch und in den Mauslöchern vor der bösen Miezekatze verstecken. Nach einem Mäuse-Zug ist immer die die Katze dran, die versucht die Mäuse zu erwischen. Sie versucht mit ihrem Würfelwurf genau auf einer Maus zu landen. Dabei darf die Katze auch über den Tisch springen. Unterm Tisch allerdings sind die Mäuse sicher.

Die Aktionen unter den Fliesen müssen nach einem Zug ausgeführt werden. Entweder darf man ein bisschen weiterziehen, einen Käse einsammeln, oder mit einer Gabel sich einen entfernten bereits aufgedeckten Käse angeln, oder wenn es doof läuft, kann man sich auch an einem herumliegenden Messer verletzten. Dies ist nicht weiter schlimm, gibt dem Gegner nur etwas mehr Zeit zur Flucht, oder sich zu verstecken.

Knopf-Reaktionen:

Ich bin Anfangs davon ausgegangen, dass ich ständig die Katze, und mein Knopf die Mäuse spielt. Die ersten Partien war das auch so, bis er das Spiel und die kleinen Ablenkungsstrategien verstanden hat. Bald wollte er der Jäger werden, von dem etwas mehr Taktik erwartet wird.

Das Thema hat ihn sofort eingefangen, und die Optik hat sein übriges getan. Die einzige Enttäuschung war, dass er den Tisch nicht alleine zusammenbauen konnte. Aber dazu im Fazit etwas mehr.

Fazit zu Chop! Chop!:

Zuerst das Offensichtliche: Dieses Spiel ist wunderschön und die Komponenten sind hochklassig. Super stabile Gummitierchen und nen Holztisch, der leider jedes Mal neu verschraubt werden muss. Und hier hätte ich fast den Bohrer gebraucht, um das schief eingebaute Gewinde rauszubohren. Aber mit etwas Einsatz konzentrierter Gewalt haben wir es wieder grade gebogen. Vielleicht hätte eine Steckverbindung hier etwas besser gepasst, als billige Schraubverbindungen. So stabil muss der Tisch jetzt auch nicht sein.
Ein weiteres Highlight sind die Vertiefungen im Spielbrett, die verhindern, dass die Plättchen verrutschen. Alles richtig gemacht, bei der Wahl der Komponenten.

Das Spiel selbst ist sehr simpel, und eben ein Katz und Maus Spiel. Mäuse versuchen den Käse zu suchen und zu sammeln, die Katze versucht den Mäusen den Weg abzuschneiden und sie zu fangen. Die Regeln sind super schnell erklärt, und kann ein Kind bis fünf zählen, kann es auch mitspielen. Zumal die Mäuse kooperativ spielen, ist es auch leicht möglich einen jüngeren Mitspieler auf der Mäsuseseite mitzunehmen.

Chop! Chop! ist ein sehr ansprechendes Kinderspiel, welches wirklich toll gemacht wurde. Es gab kaum eine Spielrunde, die nicht funktionierte. Die Gewinnchancen sind durch den vielen Zufall durch Plättchenverteilung und Würfelglück sehr emotionsgeladen. Die Kinder, die inzwischen zu uns zu Besuch kommen, haben immer mehr den Fokus auf unsere Brettspielsammlung, und fordern das dann auch ein. Leider sind es sehr oft Kinder, die Brettspiele, wenn überhaupt aus dem Kindergarten kennen. Hier macht Chop! Chop! aber eine gute Figur, denn auch weniger erprobte Fünfjährige können mitspielen. Und für mich als Erwachsener ist dieses Spiel auch sehr entspannt. Denn egal wie ruppig es am Spieltisch zwischen den Kindern hergeht, so schnell geht hier nix kaputt.

Chop! Chop! ist hübsch und macht Spaß. Und ganz wichtig, de Kinder können es locker ohne Begleitung spielen. Das bekommt bei uns dann locker die volle Punktzahl.

Credits

Djeco
Author: Alexandre Droit
Grafik: –
2-5 Spieler
ab 6 Jahre
ca. 15 Minuten

Preis

ca. 30€ (Stand Oktober 2018)